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Home Sonderthemen Ostholstein Zum Heimatfest in Ahrensbök ist kein Weg zu weit
13:46 06.07.2020
Beim großen Festumzug wie im Jahr 2019 sind alle Wagen herrlich geschmückt. Fotos: hfr

Oft weiß man ja die Dinge erst zu schätzen, wenn sie nicht mehr da sind. Vielleicht geht es dem einen oder anderen Ahrensböker derzeit so mit dem Heimatfest. Doch es gibt auch andere Beispiele. Manch einer scheut die Anreise aus Nürnberg oder Düsseldorf nicht, um bei seinem persönlichen Höhepunkt des Jahres dabei zu sein.

Brigitte Konopatzki wurde die Begeisterung für die Gill quasi in die Wiege gelegt. Schon als kleines Mädchen betrachtete sie stolz ihren Vater, der in seiner Schützenuniform stets eine gute Figur machte. Bruno Stüben sorgte Anfang der 1950er Jahre mit dafür, dass die Schützenfeste vom reinen „Männerclub“ zum Fest für jedermann wurden. Er prägte den heute noch bekannten Slogan „Dat Wäder ward good“. „Mit 20 bin ich nach Nürnberg gegangen und habe meinen Mann kennengelernt. Der hatte mit Schützenvereinen vorher gar nichts am Hut“, sagt Brigitte Konopatzki.
     

Es war die Gemeinschaft unter den Schützen, die Manfred Konopatzki bei einem Besuch in Ahrensbök, begeisterte. Seit 28 Jahren ist er Gill-Mitglied und gemeinsam mit seiner Ehefrau ein gern gesehener Gast bei jedem Heimatfest. „Wir haben viele Freunde gefunden. Wenn wir dann mal wieder da sind, gibt es immer einen schönen Klönschnack. Besonders mögen wir auch die Umzüge. Da wird immer was auf die Beine gestellt“, sagt Brigitte Konopatzki. In schöner regelmäßig besucht das Ehepaar die Königsbälle.

Ihre Begeisterung für das Gill-Leben gaben die Konopatzkis an das befreundete Ehepaar Brozio aus Düsseldorf weiter. Klaus Brozio lässt sich aus freundschaftlicher Verbundenheit mit etlichen Gill-Mitgliedern auch heute noch kaum eine GillVeranstaltung entgehen. „Eigentlich hätte ich in diesem Jahr Jubiläum beim Heimatfest gefeiert. 2000 war ich zum ersten Mal dabei“, sagt Klaus Brozio, der in Düsseldorf 35 Jahre lang Mitglied des lokalen Schützenvereines war. Auf dem Heimatfest in Ahrensbök ist er jedes Jahr als Scheibenschütze mit von der Partie und versteht mittlerweile sogar Plattdeutsch. „Wir verbringen unseren Urlaub auch gerne in Sirksdorf“, sagt das Ehepaar. pa
      

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