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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Austausch alter Heizeinsätze schützt das Klima und spart Brennstoff
13:32 19.02.2020
Viele Kaminöfen lassen sich durch den Einbau moderner Heizeinsätze an die neuen Umweltanforderungen anpassen. adk
Adolf Rohlf & Söhne

Kachelöfen gehören zu den wichtigsten alternativen Wärmeerzeugern, denn ihr Brennstoff Holz wächst nach und verbrennt CO2-neutral. Seit 2010 haben etwa zwei Millionen Ofenbesitzer in Deutschland ihre alten Öfen gegen moderne Anlagen ausgetauscht oder nachgerüstet. Dadurch waren sie am Rückgang der Feinstaub-Emissionen in den letzten Jahren um insgesamt 30 Prozent mit beteiligt. Denn moderne Holzfeuerstätten – also Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen – wurden hinsichtlich ihrer Emissionen kontinuierlich optimiert.

Die Anzahl der Feuerstätten in Deutschland ist seit rund 20 Jahren relativ konstant, sie liegt zwischen zehn und zwölf Millionen. Die Emissionen dieser häuslichen Feuerstätten sind allerdings seit dem Jahr 2010 deutlich und zwar um rund ein Drittel gesunken.

Diese positive Entwicklung belegt die letzte Emissionsberichterstattung des Umweltbundesamtes. Noch immer gibt es allerdings viele ältere Öfen, die die Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung nicht einhalten. Solche Modelle, die vor 1995 errichtet wurden, müssen bis Ende 2020 ausgetauscht werden.

Was bedeutet das konkret? Alle Ofenbesitzer sollten zunächst am Typenschild oder in den Unterlagen des Ofens prüfen, ob die Anlage zwischen 1985 und 1994 errichtet wurde und eine Leistung von mindestens vier Kw aufweist. Ist beides gegeben oder schlicht nicht zu ermitteln, darf die Anlage ab 1. Januar 2021 nicht weiter betrieben werden.

Um die Stilllegung der Anlage zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb zu kontaktieren. Das kann im Rahmen der jährlichen Wartung durch den Ofenbauer oder durch den Schornsteinfeger geschehen. Der Ofenbauer kann verlässlich darüber beraten, wann und durch welchen Heizeinsatz der alte getauscht werden sollte, beziehungsweise welche Ersparnis der Austausch bewirkt.

Denn zeitgemäße Verbrennungstechniken senken die Emissionen um bis zu 85 Prozent gegenüber einem Altgerät ab. Neue, effizientere Anlagen benötigen bis zu einem Drittel weniger Brennstoff. Denn die Einsätze für solche Kachelöfen oder Heizkamine haben eine optimierte Feuerraumgestaltung und eine sinnvolle Verbrennungsluftregelung.

Besonders zu empfehlen ist eine automatische Regelung der Verbrennungsluft, denn sie sorgt für einen schadstoffarmen Abbrand.
  

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