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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Bandscheibenvorfall mit TCM bekämpfen
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21:26 14.02.2020
In der chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur zur Stoffwechselentlastung eingesetzt. Foto: Klinik am Steigerwald

Heftige Rückenschmerzen, die bis in Arme oder Beine ausstrahlen, sprechen meist für einen Bandscheibenvorfall. Während Betroffene früher rasch unters Messer mussten, setzt sich heute langsam die Empfehlung durch, nicht sofort zu operieren.

Bandscheiben bestehen aus einem gallertförmigen Kern, umgeben von einer Kapsel aus Fasergewebe. Beim Vorfall reist diese Schutzhülle ein, der Gallertkern tritt aus und kann schmerzhaft Rückenmarksnerven einengen. „Wir stellen uns in der Chinesischen Medizin die Frage, warum diese Kapsel reißt“, verdeutlicht Dr. Schmincke, TCM-Experte und Leiter der Klinik am Steigerwald. „Verliert diese ihre Elastizität und Festigkeit, kann sie reißen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Schlacken – also ausleitungspflichtige Stoffe – sich ansammeln, im Körper zirkulieren und die Versorgung und Entsorgung des Stoffwechsels im Fasergewebe stören.“

Praxis für ästhetische Medizin und Naturheilverfahren

Führen dann noch Fehlbelastungen, beispielsweise durch zu häufiges Sitzen und wenig Bewegung, zu kleinsten Verletzungen in Muskeln und Bändern, entstehen kleine Entzündungen – so die Theorie. „Durch immunologische Prozesse werden diese befeuert und führen zum Einreißen der Kapsel und zum Bandscheibenvorfall.“

Um den Stoffwechsel zu entlasten und dadurch das Gewebe zu stärken, rät die Chinesische Medizin zu reduzierten Mahlzeiten, insbesondere am Abend sowie auf Alkohol, Nikotin und Kaffee zu verzichten. Die wichtigste Therapiesäule ist jedoch die Chinesische Arzneitherapie. Sie wirkt von innen direkt auf Stoffwechselvorgänge. „Es gibt wärmende und bewegende Rezepturen, die helfen Entzündungsreste auszuleiten“, begründet Dr. Schmincke. Ziel ist es, den Stoffwechsel zu entlasten, Entzündungsprozesse abzuschließen und die Rückenerkrankung zu heilen.

Wer berufsbedingt viel sitzt, kann versuchen Arbeiten im Schneidersitz oder im Stehen zu verrichten. Auf jeden Fall wichtig: Das Sitzen in der Stunde mehrfach unterbrechen. Auch auf dem Fußboden sitzen ist gut – egal ob beim Essen, Fernsehen oder Arbeiten. Das ist zwar unbequemer, hält aber beweglich. Beim Arbeiten im Stehen öfter mal auf den Zehen wippen – das ist Venentraining.

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