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Home Sonderthemen Wochenspiegel Caritas Lübeck: Alt werden im eigenen Zuhause
14:12 25.05.2020
Maren Hoge und Kristiane Arlt besuchen Senioren auf Wunsch zu Hause und zeigen Möglichkeiten auf, wie diese gesund und sozial eingebunden bleiben können. Foto: Phillip Aissen

Projekt der Hansestadt Lübeck und der Caritas in Moisling: Caritas-Mitarbeiterinnen Kristiane Arlt und Maren Hoge bieten telefonische Kontakte oder persönliche Begegnungen im häuslichen Bereich oder auch außerhalb an. 

„Mit steigender Lebenserwartung gibt es immer mehr ältere Menschen – und viele leben alleine. Wir möchten diese Menschen dabei begleiten, möglichst lange gesund und fit in ihren eigenen vier Wänden zu leben und dabei sozial eingebunden zu sein. Vereinsamung ist eine der größten Gefahren im Alter“, sagt Kristiane Arlt. Sie und Maren Hoge sind die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen, die von den Senior:innen oder Angehörigen angerufen werden können.

Die Gelenke schmerzen und das Treppensteigen stellt eine zunehmende Belastung dar. Da fällt es schwer, aktiv zu bleiben und Kontakte zu pflegen. Für viele Ältere ist es nicht leicht, sich selbst und den Angehörigen einzugestehen, dass sie hier und da Hilfe brauchen. Eine Beratungsstelle wird häufig erst dann aufgesucht, wenn etwas passiert ist. Das möchte ein zunächst in Moisling gestartetes Projekt der Hansestadt Lübeck durch ein Angebot mit informierenden und unterstützenden Gesprächen ändern.

Welche Möglichkeiten es für ältere Menschen gibt, die Lebensqualität im Alter in der eigenen Häuslichkeit zu erhalten, möchten die Hansestadt Lübeck und die Caritas gerne in persönlichen Gesprächen erläutern. Die Unterstützung zur weiteren, selbständigen Lebensführung der älter werdenden Moislinger:innen steht dabei im Mittelpunkt des Angebotes.

Zwei Mitarbeiterinnen der Caritas bieten telefonische Kontakte oder persönliche Begegnungen im häuslichen Bereich oder auch außerhalb an. Gerne derzeit auch draußen in einem Garten, oder während eines Spazierganges. Gesprächsinhalte sind dabei nicht nur bestehende Ängste und Sorgen. Besonders berücksichtig werden vor allem auch die Dinge, die jetzt noch bewältigt werden, aber in der Zukunft Schwierigkeiten bereiten könnten. Beispielsweise Busfahrten, um Freundschaften zu pflegen.

Bei einem zweiten Kontakt bringen die Caritas-Mitarbeiterinnen dann alles mit, was für die Betroffenen wichtig ist. Das kann Infomaterial zu einer Pflegestufe oder einer Vorsorgevollmacht sein, aber auch der Kontakt zu einer Gymnastikgruppe oder Bridgerunde im Stadtteil. „Auf Wunsch rufen wir bei Vereinen oder Beratungsstellen an und stellen einen Kontakt her“, sagt Kristiane Arlt.

Das Angebot richtet sich an Menschen ab dem 65. Lebensjahr ohne Pflegegrad. Das Projekt der präventiven Hausbesuche wird von mehreren Krankenkassen, Behörden sowie die Caritas gefördert. Die Forschungsgruppe Geriatrie am Krankenhaus Rotes Kreuz begleitet das Modellprojekt wissenschaftlich. Der Modellversuch ist auf drei Jahre und den Stadtteil Moisling beschränkt und wird bis zum Jahresende 2021 erprobt.

Eng vernetzt ist das Projekt mit den diversen Beratungsstellen und Fachdiensten im Stadtteil. Auch die Polizei ist über das Projekt informiert. Senior:innen und Angehörige können sich jederzeit telefonisch an die Caritas-Mitarbeiterinnen wenden.

PRÄVENTIVE HAUSBESUCHE IN MOISLING
Kristiane Arlt
Maren Hoge
Mitarbeiterinnen der Caritas
Hasselbreite 8
23560 Lübeck
Telefon 0451/ 54 69 55 40
www.caritas-im-norden.de
E-Mail: PHB-luebeck@caritas-imnorden.de
      

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