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Home Sonderthemen Ostholstein Das hat sich im Jahr 2019 geändert
15:59 30.01.2019
Die private Nutzung von Dienstwagen soll nur noch mit 0,5 Prozent des Listenpreises besteuert werden, wenn es sich um Elektro- oder Hybridelektrofahrzeuge handelt. FOTO: H. SCHMIDT-STOCK.ADOBE.COM

Neues Jahr, neue Steuerregelungen. „Um das Portemonnaie zu schonen und steuerliche Fallstricke zu umgehen, sollten Unternehmer und Privatpersonen im neuen Jahr steuerlich einiges beachten", so die Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein.

Erhöhung von Freibeträgen und Kindergeld

Wie bereits 2018 wurden auch 2019 einige Freibeträge angehoben: Der Grundfreibetrag von aktuell 9000 Euro stieg in zwei Schritten. Für das Kalenderjahr 2019 wurde er auf 9168 Euro und für die Jahre ab 2020 auf 9408 Euro angehoben. Damit verbunden ist auch eine Tarifanpassung der Einkommensteuer. Außerdem erhöhte sich der Kinderfreibetrag für jeden Elternteil um 96 Euro (insgesamt 192 Euro) auf 2490 Euro (insgesamt 4980 Euro). Zudem steigt das Kindergeld ab 1. Juli 2019 für jedes zu berücksichtigende Kind um zehn Euro pro Monat. Nach der Erhöhung beträgt das Kindergeld künftig für erste und zweite Kinder jeweils 204 Euro, für dritte Kinder 210 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 235 Euro.

Steuerberatung Schindler


Steuerbefreiung für Jobticket und Dienstfahrräder


Zum 1. Januar 2019 wurde das steuerfreie Jobticket wieder eingeführt. Eine ähnliche Regelung wurde 2004 abgeschafft. Entschließt sich der Arbeitgeber, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn (keine Entgeltumwandlungen) seinen Mitarbeitern eine Monats- oder Jahreskarte für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zu finanzieren, so ist dieser geldwerte Vorteil nicht mehr zu versteuern. Allerdings müssen die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale angerechnet werden.


Zusätzlich können Arbeitgeber künftig (zunächst bis Ende 2021 befristet) auch Fahrräder und E-Bikes, die verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug gelten, steuerfrei zur Verfügung stellen, wenn dies zusätzlichzumohnehin geschuldeten Arbeitslohn geschieht. Bisher unterlag bei privater Nutzung der geldwerte Vorteil der Lohnbeziehungsweise Einkommensteuer. Im Gegensatz zur Steuerbefreiung beim Jobticket erfolgt hier auch keine Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

Steuervorteile für E-Dienstwagen

Nutzt ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen auch privat, ist grundsätzlich in jedem Monat ein Prozent des inländischen Listenpreises zum Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich Umsatzsteuer als geldwerter Vorteil vom Arbeitnehmer zu versteuern.

Künftig soll die private Nutzung von Dienstwagen nur noch mit 0,5 Prozent des Listenpreises besteuert werden, wenn es sich um Elektro- oder bestimmte extern aufladbare, schadstoffarme Hybridelektrofahrzeuge handelt. Die Neuregelung gilt aber nur für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden.

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