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Home Themenwelten Gesundheit & Pflege Der Wald als Ort der Erinnerung und des Trostes
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13:55 10.11.2021
Ein Andachtsplatz im Wald.. Foto: hfr

Der Trend zur Abkehr von traditionellen Bestattungsformen verstärkt sich in letzter Zeit immer mehr. Als Alternative zu herkömmlichen Bestattungsarten geht der „RuheForst“ neue Wege: Die Möglichkeit, in der natürlichen Umgebung des Waldes beigesetzt zu werden, ist für viele Menschen eine würdevolle Form des Abschieds. Ruhe, Harmonie und ständiger Wandel der Natur spenden Trost für Angehörige und Freunde. Den Baum oder Findling, um den sich bis zu zwölf Beisetzungsplätze befinden, bezeichnet man als „RuheBiotop“. 
    

Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Bernd K. Jacob

Interessenten können sich zu Lebzeiten informieren und beraten lassen, sich mit dem Ort vertraut machen und eine letzte Ruhestätte in alten, naturbelassenen Waldbeständen aussuchen.

Die ausgewählten Waldgebiete zeichnen sich durch eine weitgehend standortgerechte und naturnahe Baumartenzusammensetzung aus. Gerade durch das Bestattungskonzept können sich diese Wälder nun für mindestens 99 Jahre ungestört weiterentwickeln.

• Das Recht auf Nutzung eines „RuheBiotops“ kann für bis zu 99 Jahre erworben werden.

• In einem „RuheBiotop“ können bis zu zwölf Personen beigesetzt werden.

• Die Beisetzung ist frei von Zwängen, sie richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen oder dessen Angehörigen.

• Auf Trauerzeremonien kann, muss aber nicht verzichtet werden – sie können individuell gestaltet werden.

• Eine namentliche Kennzeichnung des Grabes ist möglich.

• Die Grabstellen benötigen keine Pflege, da sie Teil des natürlichen Waldes sind. Sie können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden und so wichtige Bezugspunkte sein.

• Die Absicherung der Kundenrechte erfolgt über einen Eintrag ins Biotopregister.

• Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt.

• Während kostenloser Gruppenführungen haben Interessenten die Möglichkeit, sich näher über diese Bestattungsform zu informieren.

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Hamburger Straße 115
23795 Bad Segeberg
Tel. 04551 / 9598-65
ruheforst@lksh.de


Trauern während der Pandemie

Wenn jemand stirbt, bauen Menschen auf Gemeinschaft, um den Schock zu verwinden. Doch dieser Beistand fehlte oft während der Corona-Pandemie, zahlreiche Trauernde fühlten sich alleingelassen. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage unter rund 1300 Menschen im Auftrag von „FriedWald“, einem Anbieter von Naturbestattungen in Deutschland. Das Unternehmen befasst sich in Studien immer wieder mit Veränderungen in der Bestattungskultur. Die aktuelle Umfrage ergab, dass sich die Pandemie besonders auf junge Menschen, die „Traueranfänger“, auswirkte, die noch nicht auf ausreichende persönliche Erfahrungen zur Bewältigung von Verlusten zurückgreifen konnten. Mehr Details unter www.friedwald.de/troststudie
   

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