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Home Sonderthemen Nordwestmecklenburg Die Bewerbung
13:47 04.02.2019
FOTOS: DROBOT DEAN/STOCK.ADOBE.COM

Du weißt, wo deine Stärken und Talente liegen. Du weißt, was du gut kannst und was dich interessiert. Du weißt, wohin deine berufliche Reise dich führen soll. Jetzt ist es wichtig, den Fokus nicht zu verlieren und dich an deine Bewerbungen zu machen. 

Deine Bewerbungsunterlagen sind der erste entscheidende Eindruck, den du bei deinem zukünftigen Wunscharbeitgeber machst. Damit dabei nichts schiefgeht, ist es wichtig alle Unterlagen beisammenzuhaben. Dazu gehören bei einer Bewerbung nicht nur der Lebenslauf und das Anschreiben. Ebenso wichtig ist ein gutes Bewerbungsfoto und natürlich Kopien von deinen Zeugnissen. Falls du bereits ein oder mehrere Praktika absolviert haben solltest oder sogar ein Arbeitszeugnis von einem Nebenjob hast, solltest du auch davon Kopien mit in deine Bewerbungsmappe legen. Manchmal kann es sogar sinnvoll sein, ein Motivationsschreiben zu verfassen. Damit kannst du dich deinem zukünftigen Arbeitgeber noch besser präsentieren und ihm genau erklären, warum du der Richtige für diesen Job bist.


Das Bewerbungsanschreiben ist, zusammen mit dem Lebenslauf, der wichtigste Part der Bewerbung. Es ist keine Zauberei, auch wenn es dir so vorkommt, sondern fasst deine persönlichen Stärken zusammen. Auf einer DIN-A4-Seite hast du die Gelegenheit, deinen zukünftigen Arbeitgeber von deiner Motivation sowie deinen bisherigen Qualifikationen und Fähigkeiten zu überzeugen. Aber bitte ordentlich und fehlerfrei. Am besten lässt du deine Bewerbungsunterlagen von einem Deutsch-Fuchs gegenlesen.


Lass den Profi ran. Ein gelungenes Foto ist das i-Tüpfelchen deiner Bewerbung und sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Suche daher unbedingt einen guten Fotografen, mit dem du gern zusammenarbeitest. Dann bekommst du sicher ein professionelles Foto, das dich von deiner besten Seite zeigt. Tatsächlich verweilen Personaler im Durchschnitt länger bei einer Bewerbung mit einem sympathischen Foto. Das kann deine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bereits maßgeblich erhöhen.


Sowohl für das Anschreiben als auch für den Lebenslauf gilt: Verwende in jedem Fall nur eine, maximal zwei Schriftarten. Ein wilder Mix wirkt nicht kreativ oder strukturiert, er sorgt dafür, dass du und deine Bewerbung einen willkürlichen, undurchdachten Eindruck machen. Am Häufigsten werden Arial oder Times New Roman verwendet. Willst du etwas mehr auffallen, gehen aber auch Helvetica oder Georgia. Die Standardschriftgröße dazu beträgt 12 Punkt.


Das Internet ist voll von Vorlagen für das perfekte Anschreiben. Vergiss es, das perfekte Anschreiben gibt es nicht! Eine Bewerbung ist eine höchst individuelle Angelegenheit – und Chefs hassen nichts so sehr wie die ewig gleichen Formulierungen. Besser ist es, dem Anschreiben deinen individuellen Stempel aufzudrücken. Mit einer persönlichen Note hast du bessere Chancen, in der Flut der Bewerbungen aufzufallen.


Dein Lebenslauf – am besten in tabellarischer Form – gibt deinem zukünftigen Chef einen Überblick über deine wichtigsten biografischen Daten: Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort, schulischer Werdegang, berufliche Erfahrungen wie Praktika oder Ferienjobs, besondere Qualifikationen: Sprach- und EDV-Kenntnisse sowie Ehrenämter und Hobbys. Verwende für Lebenslauf und Anschreiben eine einheitliche Schriftart, das wirkt harmonisch und professionell. Unterschrift und Datum nicht vergessen.


Keine Panik, du musst das Rad nicht neu erfinden. Gute Bewerbungsanschreiben beruhen auf einem Gerüst aus vier Bausteinen, an dem du dich orientieren kannst. Es hilft dabei, im Selbstdarstellungs-Dschungel den Überblick zu behalten.

1. Einleitung
Ein prägnanter Einleitungssatz sticht aus der Masse hervor (nicht: „hiermit bewerbe ich mich“). Wo hast du von dem Stellenangebot erfahren? Wieso hat es dich angesprochen? (Weil du dich schon immer für xy interessiert hast, die Produkte der Firma toll findest …)

2. Vorstellung Deiner Person
Schule, Lieblingsfächer, Schwerpunkte und den erwarteten Schulabschluss nennen.

3. Fähigkeiten und Eignung
Fähigkeiten, Qualifikationen und Interessen, die für den angestrebten Beruf wichtig sind. Praktika, Sprachferien, Ehrenämter anführen (gegebenenfalls).

4. Schlusssatz mit Grußformel
Du freust dich auf die Einladung zum Gespräch (kein „Ich würde“) und sendest freundliche Grüße.

Geschafft! Jetzt nur noch unterschreiben und das Anschreiben gegenlesen lassen.


Du weißt, was du willst, und hast einen Betrieb oder eine Firma gefunden, die zu dir und deinen Zielen passen könnte – herzlichen Glückwunsch. Trotzdem kann es sein, dass während der Bewerbungsphase Fragen auftauchen. Sind meine Qualifikationen ausreichend und wie genau wird das mit der Berufsschule laufen? Dann kann es sinnvoll sein, im Unternehmen anzurufen und nachzufragen.

Stell erst einmal sicher, dass du die passenden Infos nicht auch durch einen genaueren Blick auf die Firmenprofile in azubify oder durch einen Klick auf die betriebseigene Homepage herausfinden kannst. Schließlich willst du niemanden mit unnötigen Anfragen nerven. Wenn du so nicht weiterkommst, kannst du dich an den Ansprechpartner wenden, der für die Auszubildenden zuständig ist. Auch den findest du in aller Regel in den Firmenprofilen im Magazin oder auf azubify.de.

Ist das nicht der Fall, kannst du dich an die Zentrale der Firma wenden. Das sind meistens die kürzeren Nummern im Telefonverzeichnis und oft enden sie auf -0. Versuche eine Uhrzeit abseits der Stoßzeiten zu wählen. Zwischen neun und elf Uhr vormittags herrscht oftmals Hochbetrieb, dann hat man wenig Zeit für dich. Und nicht vergessen, der erste Eindruck zählt – auch am Telefon. Freundlichkeit gewinnt.

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