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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Die Brückenbauer ins aktive Leben
13:11 03.10.2019
Maren Hoge und Kristiane Arlt besuchen Senioren auf Wunsch zu Hause und zeigen Möglichkeiten auf, wie diese gesund und sozial eingebunden bleiben können. Foto: PA
PrimA Präventin im Alter
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Die Gelenke schmerzen und das Treppensteigen stellt eine zunehmende Belastung dar. Da fällt es schwer, aktiv zu bleiben und Kontakte zu pflegen. Welche Möglichkeiten es für ältere Menschen gibt, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen, möchten die Hansestadt Lübeck und die Caritas gerne in persönlichen Gesprächen erläutern. Zwei Mitarbeiterinnen der Caritas gehen deshalb auf Hausbesuch, aber nicht unangekündigt sondern nur auf Einladung.  

„Ich komme noch ganz gut alleine zurecht!“ – Wirklich?  

Vielen Älteren fällt es schwer, sich selbst und den Angehörigen einzugestehen, dass sie hier und da Hilfe brauchen. Eine Beratungsstelle wird häufig erst dann aufgesucht, wenn etwas passiert ist. Das möchte ein zunächst in Moisling gestartetes Projekt der Hansestadt Lübeck durch präventive Hausbesuche ändern. Mit dabei sind mehrere Krankenkassen, Behörden sowie die Caritas. Die Teilnahme ist völlig freiwillig.

„Durch die gestiegene Lebenserwartung gibt es immer mehr ältere Menschen – und nicht wenige leben alleine. Wir möchten diesen Menschen dabei helfen, möglichst lange gesund und fit in ihren eigenen vier Wänden zu leben und dabei sozial eingebunden zu sein. Vereinsamung ist schließlich eine der größten Gefahren im Alter“, sagt Kristiane Arlt. Sie und Maren Hoge sind die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen, die die Moislinger Senioren zu Hause aufsuchen. Aktiv werden die Seniorenberaterinnen ausschließlich nach vorheriger Anfrage. „Es handelt sich nicht um Kontrollbesuche, sondern um eine vorbeugende und kostenfreie Hilfestellung“, stellt Maren Hoge klar. „Wir sehen uns als Brückenbauer.“

Insgesamt drei Hausbesuche sind pro Person vorgesehen. Es geht dabei nicht nur um Ängste und Sorgen, sondern vor allem auch um die Dinge, die noch alleine bewältigt werden können. Bei einem zweiten Besuch bringen die Caritas-Mitarbeiterinnen dann alles mit, was für die Betroffenen wichtig ist. Das kann Infomaterial zu einer Pflegestufe oder einer Vorsorgevollmacht sein, aber auch der Kontakt zu einer Gymnastikgruppe oder Bridgerunde. „Auf Wunsch rufen wir bei Vereinen oder Beratungsstellen an und stellen einen Kontakt her“, sagt Kristiane Arlt.

Die Forschungsgruppe Geriatrie am Krankenhaus Rotes Kreuz begleitet das Modellprojekt wissenschaftlich. Der Modellversuch ist zunächst auf drei Jahre und den Stadtteil Moisling beschränkt.

Eng vernetzt ist das Projekt mit den diversen Beratungsstellen und Fachdiensten im Stadtteil. Auch die Polizei ist über das Projekt informiert. Senioren können auf der Wache (Telefonnummer 0451/ 809 70 30) die Namen und Telefonnummern der Projekt-Mitarbeiterinnen erfragen, um sich gegen Kriminelle zu schützen. pa

PRÄVENTIVE HAUSBESUCHE IN MOISLING
Kristiane Arlt, Maren Hoge Mitarbeiterinnen der Caritas
Hasselbreite 8, 23560 Lübeck
Tel. 0451/ 54 69 55 40
www.caritas-im-norden.de
Mail: PHB-luebeck@caritas-im-norden.de

Die Beraterinnen der Caritas kommen nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin. Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung und niemanden, den Sie nicht bestellt haben. Wenn Sie besucht werden wollen, müssen Sie selbst aktiv werden. Rufen Sie bei der Caritas an und vereinbaren Sie Tag und Uhrzeit für einen Gesprächstermin.

Tel. 0451 / 54 69 55 40

Den Ruhestand im Ausland zu verbringen, ist besonders angenehm, wenn es dort günstiger ist als daheim. Zumindest, wenn Senioren weiterhin ihre deutsche Rente erhalten. Grundsätzlich wird diese auch dann in voller Höhe ausgezahlt, wenn der Wohnsitz ins Ausland verlegt wird, erklärt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund.

Die Rentenversicherung überweist auch auf Konten im Ausland. Bei Überweisungen in Fremdwährungen können aber Kursschwankungen und Gebühren entstehen. Rentner, die im Ausland leben, müssen einmal im Jahr nachweisen, dass sie weiter am Leben sind. Die Rentenversicherung sendet dafür per Post ein Formular zu, das ausgefüllt zurückgesendet werden muss.

Kommt diese sogenannte Lebensbescheinigung nicht zeitnah in Deutschland an, wird die Rentenzahlung unterbrochen. Mit einigen Ländern gleicht die DRV allerdings bereits elektronisch die Sterbedaten ab. Die Rentenversicherung muss stets die aktuelle Anschrift kennen. Damit die Umstellung klappt, sollte die DRV mindestens zwei Monate vorher informiert werden.
   

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