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Home Sonderthemen Lauenburg Lauenburg: Dieses Jahr noch Steuern sparen
12:08 14.09.2020
Steuerzahler sollten einen Steuerberater konsultieren. Foto: Zerbor, stock.adobe.com

Das Finanzamt gewährt jedem Arbeitnehmer automatisch eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 1000 Euro. Diese Pauschale wird bereits bei der monatlichen Lohnabrechnung und beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Interessant wird es, wenn der Steuerpflichtige diese Pauschale überschreitet.

Werbungskosten sind alle Ausgaben, die dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis entstehen. Arbeitsmittel, wie Laptops, Arbeitskleidung, Gewerkschaftsbeiträge oder Fortbildungskosten, sind Beispiele für die Vielzahl von Werbungskosten. Auch die Kosten für die Fahrt zur Arbeit können abgesetzt und über die Pendlerpauschale ermittelt werden. Das Finanzamt erkennt pro Arbeitstag die Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als Fahrtkosten an und zwar pauschal mit 30 Cent je Entfernungskilometer. Beträgt diese Entfernung mindestens 15 km, lohnt sich grundsätzlich die Abgabe einer Steuererklärung.

Im Jahr der Corona-Krise fällt für viele die gewohnte Steuerrückzahlung durch die Pendlerpauschale geringer aus, da viele Arbeitnehmer über mehrere Monate im Homeoffice gearbeitet haben. Statt der geringeren Kilometerpauschale für den Weg zur Arbeit lassen sich auch tatsächlich bezahlte Fahrkarten und Monatstickets für den öffentlichen Nahverkehr absetzen – bei Abos sogar unabhängig davon, ob sie genutzt wurden oder nicht. Daher empfiehlt es sich, Belege aufzuheben. Wurde im laufenden Jahr Hause beruflich bedingt eine Arbeitsecke eingerichtet, können sich Kosten für Arbeitsmittel wie Computer, Schreibtisch oder Bürostuhl steuermindernd auswirken. Haben die einzelnen Gegenstände jeder für sich weniger als 800 Euro netto gekostet, können sie direkt im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden. Teurere Anschaffungen werden langfristig abgeschrieben.

Steuerersparnisse können sich aus Handwerkerleistungen im Privathaushalt sowie für Spenden an steuerbegünstigte Organisationen ergeben. Wer noch in diesem Jahr eine Eigentumswohnung kauft oder eine Baugenehmigung für ein Haus vorlegen kann, könnte sich um den staatlichen Zuschuss „Baukindergeld“ kümmern. Stets sollte man den Steuerberater befragen. BStBK


Riskant: Privater Drohnenflug

Drohnen, die höher als 30 Meter fliegen, gelten als Luftfahrzeuge und sind mit einer Deckungssumme von einer bis 1,5 Millionen Euro versicherungspflichtig. Die Versicherungsbestätigung müssen Piloten stets bei sich tragen. Drohnen, die über 250 Gramm wiegen oder schneller als 19 Meter pro Sekunde fliegen, benötigen ein feuerfestes Kennzeichen mit Namen und Anschrift des Piloten. Grundsätzlich besteht ein Flugverbot außerhalb der Sichtweite und höher als 100 Meter sowie sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei, Menschengruppen, Hauptstraßen, Flugplätzen und Naturschutzgebieten. Wiegt eine Drohne mehr als 250 Gramm, darf sie nicht über Wohngrundstücke fliegen. Ein Verbot über Wohngrundstücken gibt es stets, wenn sie Audio oder Video aufzeichnen kann. rak-sh
   

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