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Home Sonderthemen Wochenspiegel Einblicke in Praxen und Therapieformen
09:22 30.10.2019
Die Travemünder Heilpraktiker laden zum 4. Gesundheitstag. Foto: HFR
Physiotherapie Julia Neelsen
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TRAVEMÜNDE. Heilpraktiker wenden bei ihren Therapien vielfältige Behandlungsmethoden an. Für Patienten ist es daher manchmal schwierig, das für sie persönlich sinnvollste Therapieverfahren zu finden. Deshalb laden acht Travemünder Heilpraktiker am Sonnabend, 9. November, von 11 bis 18 Uhr herzlich zum 4. Gesundheitstag im Travemünder Gesellschaftshaus, Torstraße 1 ein.

Die Veranstaltung bietet auch die Möglichkeit sich mal gemütlich hinzusetzen und bei einer Tasse Kaffee oder Tee die Informationen auf sich wirken zu lassen. Der Eintritt ist frei.

Die Travemünder Heilpraktiker freuen sich sehr darauf, diesen Tag mit Ihnen zu verbringen, der ganz im Sinne der Gesundheit und der alternativen Möglichkeiten steht.


Sepsis zählt neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich erkranken hierzulande rund 280 000 Menschen daran. Fast jeder vierte Patient stirbt, dabei gilt Sepsis als die Nummer eins bei den vermeidbaren Todesursachen. Laut Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hinkt Deutschland im Kampf gegen Sepsis hinterher. Deshalb begrüßt die KKH Kaufmännische Krankenkasse, dass sich die Organisation für einen nationalen Sepsis-Plan einsetzt.

Eine Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung genannt, entwickelt sich meist aus einer Infektion, zum Beispiel einer infizierten Wunde oder einer Lungenentzündung. Auslöser sind Krankheitserreger häufig Bakterien, aber auch Viren und Pilze, die in den Körper eingedrungen sind. Dank Abwehrkräften des Körpers bleibt die Infektion normalerweise lokal und heilt aus. „Es kann jedoch passieren, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet“, sagt Martin Hänel vom Serviceteam der KKH in Lübeck. Dann werden Erreger von einem Entzündungsherd über die Blutbahnen in den ganzen Körper gepumpt und der Organismus so mit Giftstoffen infiziert. Die Folge: Es versagen lebenswichtige Organe wie Herz und Nieren. Hänel: „Besonders wichtig und effektiv ist die Beachtung von Hygieneregeln. Dies gilt gleichermaßen für Arztpraxen und Krankenhäuser, aber auch für den Patienten und seine Angehörigen selbst.“ Ein erhöhtes Risiko für eine Sepsis besteht für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, für Frühgeborene und Kleinkinder, frisch Operierte sowie für alte Menschen.

Fachleute schätzen, dass die Sepsis bei einem Drittel der Patienten zunächst nicht erkannt wird. Sie kann sich rasch innerhalb von Stunden und Tagen entwickeln. Damit geht im Ernstfall entscheidende Zeit verloren, in der immer mehr Organe nicht mehr funktionieren.

„Eine Blutvergiftung zu erkennen, ist nicht so leicht“, weiß Martin Hänel. „Denn sie geht einher mit mehrdeutigen Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwächegefühl, auch Verwirrtheit, erhöhtem Puls und beschleunigter Atmung.“ Eine Sepsis ist ein Notfall. Entscheidend ist daher, beim geringsten Verdacht auf eine Sepsis sofort einen Arzt zu rufen. Denn je schneller behandelt wird, desto eher kann Leben gerettet werden. Und es können ernste Spätfolgen vermieden werden, wie Muskelschwäche, Bewegungsstörungen oder Nervenschäden.


Immer mehr junge Menschen bringen zu viele Kilos auf die Waage. So nahm die Zahl der Kinder bis 17 Jahre, die unter extremem Übergewicht (Adipositas) leiden, zwischen 2008 und 2018 um 30 Prozent zu. Das zeigt eine aktuelle Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Mit 36 Prozent ist das Plus bei den Achtbis Elfjährigen am höchsten. Auffallend: In allen Altersklassen ist die Steigerungsrate bei Jungen höher. Die Zahlen sind besorgniserregend, denn: „Das Risiko, dass die dicken Kinder von heute die kranken Erwachsenen von morgen sind, ist hoch“, warnt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anja Luci von der KKH. Übergewicht kann zu einer Reihe von teils chronischen Erkrankungen führen. Und so leiden dicke Kinder häufig unter Krankheiten, die in der Regel erst in höherem Alter auftreten. Das reicht von Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Fettleber über Arteriosklerose, Gicht sowie Rücken- und Gelenkerkrankungen bis hin zu Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs. Studien belegen zudem, dass die Lebenserwartung von Übergewichtigen wie bei Rauchern deutlich reduziert ist.
 

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