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Home Sonderthemen Stormarn Elegante Beule am Haus
18:39 04.12.2020
Flachdachgauben machen ein Satteldachhaus interessanter. Foto: BDF/FingerHaus

Vier Wände, Satteldach, rechteckiger Grundriss – was simpel klingt, hat sich in der Baupraxis lange bewährt. Vielen Bauherren ist das aber nicht genug. Sie suchen nach individuellen Lösungen. „Gauben und Erker haben sich daher als Gebäudedetails bewährt“, sagt Fabian Tews (Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF)).

Beim Erker handelt es sich um einen geschlossenen Anbau, der über die Hausfassade hinausragt und den Wohnraum dort erweitert. Streng genommen liegt ein Erker auf vorstehenden Trägern einer Geschossdecke auf, zumeist werden heute aber auch ebenerdige Anbauten, sogenannte Ausluchten, als Erker oder auch Standerker bezeichnet. Erstreckt sich der Erker beziehungsweise. die Auslucht vom Erd- bis ins Dachgeschoss, sprechen Fachleute von einem Zwerchhaus. Befindet sich der Anbau ausschließlich im Dach, so spricht man von einer Gaube, Dachgaube oder Dacherker. „Gauben und Erker werden mit Fenstern versehen, die Tageslicht und bei Bedarf frische Luft in die Wohnung leiten. Sie bieten helle Wohnflächen, die gerne für eine Leseecke oder den Essbereich genutzt wird“, sagt Tews.

Beide Anbauten werden gerne genutzt, um die Architektur optisch aufzupeppen. Das gelingt besonders wirkungsvoll mit einer Fassadengestaltung oder Farbgebung des Erkers, die sich vom übrigen Haus absetzt oder mit einer Gaube, deren Dachform das Hausdach auflockert.

Ein Pultdachhaus mit zweigeschossigem, farblich abgesetztem Standerker. Foto: BDF/Haas Fertigbau
Ein Pultdachhaus mit zweigeschossigem, farblich abgesetztem Standerker. Foto: BDF/Haas Fertigbau

Sowohl der Erker als auch die Gaube sind vor dem Bau genehmigungspflichtig. Bei einem Neubau in Fertigbauweise unterstützt der Haushersteller den Bauherrn beim Stellen des Bauantrags. Der Erker bietet in einigen Bundesländern sogar eine baurechtliche Besonderheit: Denn nicht überall gelten für ihn die gleichen Abstandsregeln zum Nachbargrundstück wie für das übrige Haus. Das heißt, der Erker kann unter Einhaltung bestimmter Bedingungen mitunter näher an die Grundstücksgrenze herangebaut werden. „Gleiches gilt je nach Bauort für Balkone, Tür- oder Fenstervorbauten“, erklärt Tews. BDF/FT