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Home Sonderthemen Ostholstein Eskildsen Gärten Malente: Nähe zur Natur entwickeln
14:14 11.03.2020
Zur Terrassengestaltung eignet sich auch die europäische Robinie.

Umweltschutz und der Klimawandel sind Themen, die viele Gartenfreunde nachdenklich gemacht haben. „Unsere ältere Generation musste sich ursprünglich weniger Gedanken machen“, sagt Jan Eskildsen ein. Doch wie bei den jungen Menschen sei jetzt auch bei den älteren der Umweltgedanke und damit der Klimaschutz ein bedeutendes Thema geworden. Und dieser komplexe Umweltbereich berührt ebenfalls seinen Gartenbaubetrieb. „Wir sind dabei, veränderte Ausstellungsmöglichkeiten und Konzepte zu entwickeln, um sie dem Kunden anzubieten“, sagt der Fachmann.

Ein Schwerpunkt sei dabei die Verwendung von Materialien mit regionalem Bezug. „Um ein Holzdeck als Terrasse oder anderswo im Garten anzulegen, müssen keine Bangkirai-Dielen aus Südostasien verwendet werden“, sagt Jan Eskildsen. „Passendes Holz gib es in Europa. Da kann auch das Holz der Robinie aus Polen eine Alternative sein.“

Allerdings sei dies etwas teurer. Bei einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern mache das rund 120 Euro aus, überschlägt der Fachmann. Das sei durchaus zu verkraften und vor allem im Sinne des Umweltgedankens.

Gartenfreunde sollten die gesamte Gestaltung überdenken. „Eine Möglichkeit ist es, einzelne Ecken oder Flächen als Biotop zu gestalten“, sagt Jan Eskildsen. Sogar für Kinder könnten solche kleineren Bereiche ein tolles, unbekanntes Erlebnis sein. Rundherum könnte man die vorhandene Gartengestaltung wie zuvor belassen. „Wir können einzelne Inseln einrichten, die bewusst ökologisch angelegt sind“, sagt Jan Eskildsen. „Der Garten macht dadurch keinen unordentlichen Eindruck, da die umliegenden Bereiche gepflegt werden.“

Auch der Einsatz von Pflanzen könne eventuell verändert werden. „Es müssen nicht unbedingt alles nur einheimische Pflanzen sein“, erklärt Jan Eskildsen, „aber sie sollten hochwertig sein.“ Möglich seien Lavendel oder Wilder Wein, die gerne von Insekten angeflogen werden. bg

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Voßstraße 6a, 23714 Malente
Tel. 04523/ 62 86
www.dergartenbauer.de

Einzelne Trittsteine ersetzen einen gepflasterten Weg, der den Boden komplett versiegeln würde.
Einzelne Trittsteine ersetzen einen gepflasterten Weg, der den Boden komplett versiegeln würde.

Um in Zukunft ökologischer zu arbeiten, sei auch das Thema Wasser zu beachten, sagt Jan Eskildsen. „Bislang wird es oftmals einfach nur abgeleitet“, erläutert er. „Aber wir müssen überlegen, welche Möglichkeiten jeder in seinem Garten hat, um das Wasser nicht nur in das öffentliche Kanalsystem zu leiten.“

Mitunter sei es schon eine wichtige Lösung, den Boden nicht weitgehend zu versiegeln, sondern Möglichkeiten zu schaffen, dass das Wasser versickern kann. Statt eines gepflasterten Weges würden vielleicht einzelne Trittsteine ausreichen. Eventuell ließe sich das Wasser auf die eigenen Beete leiten. „Über solche Möglichkeiten müssen wir nachdenken“, sagt der Gartenfachmann. „das Bewusstsein hat sich verändert.“ bg
  

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