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Home Sonderthemen Wochenspiegel Gefahrlos durch die nasse Jahreszeit
14:26 09.11.2020
Jetzt ist es höchste Zeit von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Foto: Eric Shambroom Photography
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„Jetzt wird es Zeit, das Fahrzeug auf Herz und Handbremse zu checken“, meint Kai Wrage, Leiter der TÜV-Nord-Station Lübeck. So ist die Prüfung der Beleuchtung nun besonders wichtig. Dies ist im gesamten Oktober an den TÜV-Nord-Stationen im Rahmen der Lichtcheckaktion kostenfrei möglich. Im Rahmen dieses Checks werden die Funktion der Scheinwerfer, der Blinker, der Nebelleuchten und der Zusatzbeleuchtung untersucht.

Jetzt gilt es auch, von Sommerauf Winterreifen zu wechseln. Bereits bei Temperaturen unter sechs Grad bieten die Winterpneus messbar mehr Grip. Und: Der Reifendruck muss stimmen.„ Besonders in Herbst und Winter muss man sich aber auch auf seine Bremsen verlassen können. Deshalb ist ein Bremsen-Check ratsam“, erklärt Wrage. Dieser kann eigenständig auf einer ruhigen Straße ohne nachfolgenden Verkehr durchgeführt werden. Wenn das Fahrzeug bei kräftiger Bremsung in eine Richtung zieht oder die Bremsen beim Verzögern quietschen, sollte eine Werkstatt aufgesucht werden.

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Eine Panne mit dem Fahrzeug ist nie erfreulich, allerdings kann sie vor allem jetzt besonders unangenehm sein. „Eine defekte oder entladene Batterie ist die häufigste Ursache für Pannen im Herbst und im Winter. Aus diesem Grund ist esempfehlenswert, Batterien, die älter als vier Jahre sind, zu testen. Starthilfekabel, Abschleppseil, Reservekanister und Schaufel sollten immer an Bord sein, um sich im Notfall Lage eigenständig helfen zu können.

Die Gefahren des Herbstes für Fahrzeugführer: „Auch wenn eine vorausschauende Fahrweise eigentlich immer anzuraten ist, nimmt ihre Wichtigkeit in den Herbst- und Wintermonaten noch einmal zu“, so der TÜV-Experte. „Es ist unverzichtbar, die Gefahren zu kennen und sie richtig einschätzen zu können.“ Jetzt kann es zu starken Regenfällen, Nebel, Stürmen und auch schon zum ersten Frost kommen. Laub und Dreck auf der Straße gefährden den Verkehr, genauso wie Wildwechselsituationen. Die tiefstehende Sonne blendet oder Nebel behindert die Sicht. Also gilt: Geschwindigkeit anpassen, die Umgebung im Blick behalten und Vorsicht walten lassen.

„Eine häufig auftretende Gefahr im Herbst ist das Aquaplaning, das durch hohe Geschwindigkeit bei Starkregen verursacht wird. Hier heißt es Ruhe bewahren und keinesfalls heftig auf die Bremse treten.“ so der Stationsleiter. Stattdessen ist es ratsam, sofort vom Gas zu gehen und das Tempo vorsichtig auf unter 80 km/h zu drosseln. Zudem ist ein großer Abstand zum Vordermann einzuhalten. So lässt sich bei einer plötzlichen Bremsung ein Auffahrunfall verhindern „Ist die Sicht sehr stark eingeschränkt und es bietet sich die Möglichkeit, gefahrlos anzuhalten, dann sollte diese Chance genutzt werden. Von einem Stopp auf dem Standstreifen ist aber abzusehen, da dieser nur für Pannen gedacht ist“, so Wrage.

Eine weitere Gefahr, die in der dunklen Jahreszeit vermehrt auftritt, ist der Wildwechsel. Dieser kann durch die häufig von Oktober bis Januar stattfindenden Treibjagden verstärkt werden. „Sieht man Beschilderung, auf der die Aufschrift „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ zu lesen ist, sollte man unbedingt die Geschwindigkeit drosseln und besonders aufmerksam und vorrausschauend fahren“,rät der TÜV-Experte. Überquert ein Tier die Straße, ist außerdem mit weiteren zu rechnen. „Um schlimmere Unfälle zu vermeiden, sollte man auf keinen Fall plötzlich und unkontrolliert ausweichen“, warnt der der Stationsleiter. Im Falle eines Wildunfalls,müssen umgehend die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden.

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