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05:51 23.03.2021
Eine tonhaltige und vorgedüngte Erde spielt eine entscheidende Rolle für den Ernteerfolg beim Selbstanbau von Gemüse, Kräutern und Mini-Obst in Kästen und Kübeln. Foto: djd/frux

Knackiges Gemüse, fruchtiges Mini-Obst und frische Kräuter selber anzubauen hat viele Vorteile: Man weiß, woher es kommt, es ist immer frisch und schmeckt einfach leckerer als gekauftes Obst oder Gemüse. Immer öfter werden deshalb auch in Städten Eimer und Wannen zur Gemüsefarm umfunktioniert oder Hochbeete angelegt. Anders als im Gemüsebeet ist in Töpfen und Kübeln die Nährstoffversorgung begrenzt, auch trocknet an heißen Tagen die Erde schneller aus. Deshalb sollten Hobbygärtner beim Kauf der Erde ein paar Tipps beachten.

Tonhaltige Erde fördert Ausbildung des Aromas

Nicht nur mit Blick auf das geringe Volumen von Pflanzgefäßen, sondern auch auf längere Trockenphasen sollte eine Erde sowohl für die Anzucht als auch für die Weiterkultur von Gemüse- und Obstpflanzen sowie Kräutern frischen Naturton enthalten. Er erhöht die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe und ist deshalb in torfreduzierten oder torffreien Erden unerlässlich. Dadurch werden Schwankungen bei langanhaltender Trockenheit beziehungsweise Starkregen ausgeglichen und Nährstoffverarmung sowie Mangelerkrankungen vorgebeugt. Das fördert die sortentypische Ausbildung des Aromas bei Kräuter-, Gemüse- und Obstpflanzen.

Lockere Struktur für gesundes Wachstum

Erden unterscheiden sich in Tongehalt, Struktur und Düngerbevorratung. „Eine Anzuchterde hat eine besonders feine Struktur und eine auf Keimlinge abgestimmte, niedrige Grunddüngung“, sagt Gärtner & Dipl.-Ing. agr. Christian Günther. „Schließlich müssen die Pflanzen erst feine Wurzeln bilden können.“ Klassische Gemüseerde wiederum hat eine gröbere Struktur und enthält viel Dünger – in Bio-Erden organische Dünger. Dessen Nährstoffe werden durch Mikroorganismen umgewandelt und können so von Wurzeln aufgenommen werden.

Im Fachhandel kaufen

Erde für den Selbstanbau von Gemüse, Obst und Kräutern kauft man am besten im Gartenfachhandel. Vor allem, weil in solchen Erden langjährige Erfahrungen aus der gärtnerischen Praxis einfließen. Das ist insbesondere bei torfreduzierten beziehungsweise torffreien Bio-Erden entscheidend. Zudem gibt es dort auch Erden in kleinen Verpackungen – ideal für Stadtgärtner mit geringerem Bedarf. Und schließlich sind Erden aus dem Fachhandel aufeinander abgestimmt. So gibt es komplette Befüllsysteme für Hochbeete, also für den Unterbau, die Vegetationsschicht und zum Mulchen als Verdunstungsschutz. Damit erzielen auch die Gartenneueinsteiger schnelle Erfolge. djd
   

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