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14:38 15.03.2021
Medizinische Fachangestellte waren von März bis Dezember 2020 in Schleswig-Holstein vergleichsweise häufig von Fehlzeiten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion betroffen. Fotos. AOK

Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren in Schleswig-Holstein von März bis Dezember 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitglieder der AOK NORDWEST.

Am häufigsten haben in diesem Zeitraum Medizinische Fachangestellte und Beschäftigte der Ergotherapie im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. „Die Ergebnisse bestätigen erneut unsere bisherigen Analysen. Danach waren Beschäftigte aus Berufen mit vielen Kontakten zu anderen Menschen im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Insgesamt erhielten von den AOK-versicherten Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein als größte gesetzliche Krankenkasse im Land von März bis Dezember 2020 genau 3890 Beschäftigten von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht 1,35 Prozent der AOK-versicherten Erwerbstätigen.

Medizinische Fachangestellte stark betroffen

Insbesondere Medizinische Fachangestellte waren von März bis Dezember 2020 vergleichsweise häufig von Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Hier war die AU-Quote mit 3,44 Prozent am höchsten. Auf den folgenden Rängen landeten die Beschäftigten in der Ergotherapie (3,13 Prozent), Assistenzkräfte in Rechtsanwaltskanzleien (3,0 Prozent) und Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung (2,92 Prozent). Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten sich von März bis Dezember in Berufen der Landwirtschaft und bei Fahrzeugführern im Straßenverkehr.

Regionale Unterschiede

Regionale Unterschiede im Covid-19-Infektionsgeschehen spiegeln sich auch bei den AU-Quoten wider. Die höchste AU-Quote lag in der Stadt Lübeck mit 2,52 Prozent gefolgt von den Kreisen Plön (2,13 Prozent), Pinneberg (1,84), Flensburg (1,43) und Herzogtum-Lauenburg (1,36). Im Mittelfeld lagen die Werte für die Kreise Segeberg (1,24), Stormarn (1,22), und Ostholstein (1,11).

Erhebliche Schwankungen

Die Covid-19-Pandemie hat die bisherige AU-Statistik des Jahres 2020 stark beeinflusst und zu teilweise erheblichen Schwankungen geführt. Zunächst gab es zu Beginn der Pandemie im März einen deutlichen Anstieg des Krankenstandes von 6,5 Prozent im Februar auf 7,4 Prozent im März.

Von Mai (4,6 Prozent) bis August (4,9 Prozent) zeigte sich insgesamt ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die zweite Welle überging und im November erneut einen hohen Wert von 5,6 Prozent erreichte.
    

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