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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Green Deal für die Heizung
21:32 02.09.2020
Besser auf dem Holzweg: Moderne Öfen sind unverzichtbare Bausteine für eine kohlenstoffarme Zukunft. Foto: AdK

Mit ihrem Green Deal hat sich die EU viel vorgenommen: Europa soll als erster Kontinent klimaneutral werden. Um dieses Ziel bis 2050 zu erreichen, muss das Energiesystem schon vorher vollständig auf alternative Energien setzen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet vor, dass die EU-weite Energieversorgung auch bei einem hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien gesichert bliebe.

Grünes Licht für Heizen mit Holz

Ob Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen: Wer mit Holz heizt, leistet seinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz, denn diese ersetzen fossile Energieträger. Fachmännisch eingestellt verbrennen sie nach aktuellen Umweltstandards sauber und CO2 -neutral. Beim Verbrennen setzt Holz nur so viel Kohlendioxid frei, wie es während des Wachstums aufgenommen hat. Holz ist damit nicht nur der älteste natürliche Brennstoff, er spielt auch für die Zukunft eine wichtige Rolle. Das gilt besonders für waldreiche Länder wie Deutschland, wo dank nachhaltiger Forstwirtschaft mehr Holz nachwächst, als geerntet wird.

Ein Stück Unabhängigkeit

Kurze Wege und regionale Versorgung sind nicht nur gut für die Ökobilanz, sie geben auch den Menschen ein sicheres Gefühl. In dieser Hinsicht punktet Holz aus heimischen Wäldern klar vor fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus schätzen viele die Freiheit, mit Holz unabhängig und autark zu heizen. Nicht nur, wenn der Strom oder die Heizung einmal ausfällt, auch während der Übergangszeit ist die ausschließliche oder ergänzende Holzheizung viel Wert.

Emissionsarme Technik

„Aber was ist mit dem Feinstaub“, fragt mancher im Hinblick auf Kachel- und Kaminöfen. Die Energiewende ist ohne Holz kaum zu schaffen. Als nachwachsender Rohstoff leistet Holz einen wichtigen Beitrag auf dem Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft.

Gut fürs grüne Gewissen ist außerdem, dass moderne Holzfeuerstätten heute über eine emissionsarme Verbrennungstechnik verfügen. Im Vergleich zu den 1970er Jahren sind die erzeugten Staubmengen um das Sieben- bis Zehnfache zurückgegangen. Gleichzeitig stiegen die Wirkungsgrade deutlich.

Wird zum Beispiel in Städten wie Stuttgart Feinstaubalarm ausgerufen, dürfen Feuerstätten weiter betrieben werden, sofern sie nach dem 1. Januar 2015 fachmännisch eingebaut wurden. Diese Geräte erfüllen die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der 1. BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes).

Moderne Heiztechnik zeigt somit Wirkung für die Umwelt. Um ein solch nachhaltiges Heizkonzept mit Holz umzusetzen, empfiehlt es sich, mit einem Ofen- und Heizungsbauer zu sprechen. AdK
  

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