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Home Sonderthemen Ostholstein Gute Auftragslage
16:46 31.08.2020
Obermeister Jürgen Wulf ist mit der gegenwärtigen Auftragslage im Handwerk zufrieden. Foto: Gerwanski

Die Auftragslage im Tischler-Handwerk sei nach wie vor gut, erklärt Obermeister Jürgen Wulf. „Das Handwerk hat durch die Corona-Maßnahmen bislang keine Probleme“, sagt er. „Dank anhaltend niedriger Zinsen wird weiterhin gebaut und alle haben gut zu tun.“ Allerdings könne sich die Auftragslage durchaus verschlechtern, gibt der Obermeister zu bedenken. Es ließe sich schwer abschätzen, wie sich die Privathaushalte wegen Corona auf Dauer verhielten. „Es ist durchaus möglich, dass sie sich mit Auftragsvergaben zurückhalten werden.“  

Kritisch sieht der Obermeister für seine Branche die derzeit verringerte Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent, mit denen die Bundesregierung das Kaufverhalten fördern möchte. „Bei unseren Aufträgen bringt das dem Kunden nur einen verhältnismäßig geringen preislichen Vorteil“, sagt Jürgen Wulf. „Die Mehrwertsteuersenkung für ein halbes Jahr bedeutet für uns Handwerksbetriebe aber eine Menge an bürokratischem Aufwand. Alle Systeme von der Kasse bis zum Computer mussten umgestellt werden. Das hat uns mindestens 14 Tage Arbeit beschert.“ bg

Traditionen währen beinahe ewig. Manchmal muss man aber auch variieren. Bislang hatte die Tischer-Innung über 40 Jahre lang ihre Freisprechungsfeiern in der Sparkasse in Eutin oder in der Verwaltung der VR Bank in Lensahn immer im Wechsel veranstaltet. Verbunden damit waren auch die Ausstellungen der Gesellenstücke, die eine Woche lang öffentlich zu sehen waren.

Wegen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen war die Tischler-Innung nun in den Klosterkrug nach Cismar ausgewichen. „Wir sind der Gemeinde Grömitz sehr dankbar, dass wir den Klosterkrug fünf Tage lang nutzen durften“, erklärt Jürgen Wulf. Schon am Dienstag wurden von den angehenden Junggesellen die Gesellenstücke angeliefert. Am Mittwoch tagte dann der Prüfungsausschuss im Klosterkrug. Einen Tag später hatten die derzeitigen Teilnehmer des laufenden Berufsgrundbildungsjahres die Gelegenheit, sich die Gesellenstücke einmal anzuschauen.

Natürlich musste der Klosterkrug nicht nur wegen der ausgestellten Gesellenstücke umgestaltet werden. Auch die Bestuhlung wurde verringert und den Hygienevorschriften angepasst. Jeder Junggeselle wurde gebeten, nur zwei Begleitpersonen mitzubringen. Es wurden außerdem nur die Betriebe eingeladen, die selbst ausgebildet hatten. Hinzu kamen dann einige Ehrengäste aus Gemeinde, Handwerkskammer sowie Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke als Festredner. bg
                   

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