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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Lübeck: Höchstens 30 Minuten Mittagsschlaf
20:17 09.10.2020
Wer Schlafstörungen hat, sollte auf den Mittagsschlaf verzichten.

Im Arbeitsalltag bleibt natürlich keine Zeit für einen richtigen Mittagsschlaf. Dafür genießen ihn viele Menschen am Wochenende umso mehr – und im Ruhestand dann erst recht.

Schlafforscher Hans-Günter Weeß rät davon ab. „Ein Mittagsschlaf von einer Dauer länger als 30 Minuten ist für Erwachsene nicht sinnvoll“, sagt er. Denn: „70 Prozent der Bevölkerung schläft sich dabei müde.“

Und das funktioniert so: Wer länger als eine halbe Stunde schläft, gleitet in den sogenannten REM- oder Traumschlaf – und ist dann lust- und antriebslos, wenn man wieder aufwacht. „Bis man dann wieder in die Gänge kommt, dauert es sehr lange“, sagt Weeß.

Durch das Nickerchen am Mittag wird Schlafdruck abgebaut. „Abends fällt das Einschlafen dann schwerer“, sagt Weeß. „Gerade Menschen mit Schlafstörungen brauchen den Schlafdruck aber, um abends zur Ruhe zu kommen.“

„Es gibt ein paar wenige Menschen, die ein Nickerchen ohne negative Auswirkungen auf das nachfolgende Leistungsvermögen und das Einschlafen am Abend halten können“, sagt Weeß. „Das sind aber die, die ohnehin keinerlei Probleme mit dem Schlafen haben.“

Allen anderen rät er: Mittags am besten wach bleiben. Und wenn es doch ein Nickerchen sein muss, dann nicht länger als 20 bis 30 Minuten und nicht nach 15 Uhr.

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