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Home Themenwelten Ausbildung & Beruf Im Lockdown zum Erfolg: Chancen durch Umschulung nutzen
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14:19 22.03.2021
Für die Fachkräfte von morgen kann es weitergehen: Holger Niemann (li.) erklärt Mike Hamila-Knoll die Besonderheiten an der Maschine. Foto: Jobcenter

Die Corona-Pandemie hat uns noch immer fest im Griff. Noch nie gab es derart drastische Einschränkungen in sämtlichen Lebensbereichen unserer Gesellschaft. Auch Umschüler:innen, die derzeit eine vom Jobcenter Lübeck geförderte Ausbildung absolvieren, bleiben davon nicht verschont. 

Seit Sommer 2019 ist Mike Hamila-Knoll in der Umschulung zum Maschinen-und Anlageführer bei dem Bildungsträger bfw – Unternehmen für Bildung in Lübeck. Als der 34-jährige mit der Umschulung begann, ahnte er noch nicht, dass die Corona-Pandemie den Verlauf seiner Ausbildung prägen würde.

„Maschinen haben mich schon immer fasziniert und begeistert. Ich bin handwerklich sehr geschickt und wollte verstehen, wie Maschinen funktionieren. Aus diesem Grund entschied ich mich für diese Ausbildung und ergriff meine Chance auf einen Neustart. Mit Einbruch der Pandemie war plötzlich alles anders“, erinnert sich der zweifache Vater, der nebenbei noch das Homeschooling seiner beiden Kinder organisiert. „Ich war heilfroh, dass das bfw schnell ein passendes Konzept entwickelt hat und ich meine Ausbildung reibungslos fortsetzen konnte. Den theoretischen Teil des Unterrichts aus der Ferne empfinde ich als gelungene Alternative und zudem sehr effektiv. Familie und Beruf lassen sich auf diese Weise sehr gut miteinander vereinbaren. Zu Hause hat man zudem die Möglichkeit inhaltliche und individuelle Schwerpunkte nochmal in Ruhe zu vertiefen“.

Das bfw hatte auf die Pandemie reagiert und sich für die Fortsetzung der Umschulung in alternativer Form entschieden, wie Werkstattleiter Holger Niemann erläutert: „Die pandemiebedingten Einschränkungen des Ausbildungsablaufs kompensieren wir weitestgehend digital. So findet bei uns Online-Unterricht auf unserer internen Lernplattform von Montag bis Mittwoch statt. Am Donnerstag und Freitag sind die Teilnehmenden in Kleingruppen in Präsenz anwesend, da sie sich für die praktische Prüfung in der Werkstatt vorbereiten. Die Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen ist permanent gewährleistet.“

Die schriftliche Prüfung hat Mike Hamila-Knoll im Dezember vergangenen Jahres bereits bestanden. Das vorgeschriebene Praktikum in einem Unternehmen konnte er pandemiebedingt nicht durchführen. Jetzt bereitet er sich auf die praktische Abschlussprüfung im Sommer vor, die auch anders als bisher aussehen könnte. Damit die Abschlussprüfungen auch ohne Praktikum durchgeführt werden können, hat sich das bfw etwas einfallen lassen und entwickelt derzeit ein Konzept für einen Prototyp. „Hierbei sollen die Abschlussprüfungen in Zukunft direkt in unserer Werkstatt stattfinden. Damit könnten Prüfungen in den Themenfeldern 3D-Druck, Mechanik oder Pneumatik an den Maschinen direkt vor Ort abgenommen werden“, erklärt Holger Niemann.

„Fachkräfte werden auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gesucht. Auch für Erwachsene lohnt es sich noch, einen Berufsabschluss zu machen. Kund:innen des Jobcenters Lübeck haben trotz Corona-Pandemie grundsätzlich die Möglichkeit weiterhin an vorhandenen Förderangeboten teilzunehmen“, betont Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck.

Für einen beruflichen Neustart ist es nie zu spät. Haben Sie Interesse an einer Umschulung oder Weiterbildung? Das Online-Erkundungstool New Plan hilft Ihnen unter https://www.arbeitsagentur.de/m/newplan/ sich zu orientieren und Ihr Können zu identifizieren. Es zeigt Ihnen außerdem passende Berufs-und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Wenn Sie sich über Umschulungsangebote informieren wollen, nutzen Sie KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung.

Für weitere Informationen melden Sie sich telefonisch unter 0451/588-380 oder per E-Mail an Jobcenter-Luebeck.Qualifizierungs-Arbeitgeber-Team@jobcenterge.de.


Tipp des Monats

Zuschuss für digitale Endgeräte für den Distanz-Unterricht

Das Jobcenter Lübeck kann Schüler:innen im Leistungsbezug rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 mit einem Zuschuss in Höhe von maximal 350 Euro für digitale Endgeräte (z.B. Computer, Laptop oder Drucker) unterstützen. Schüler:innen die eine Ausbildungsvergütung erhalten sind ebenso berechtigt. Sollte Ihnen kein oder kein geeignetes Gerät im Haushalt zur Verfügung stehen und der Bedarf nicht von Schulen (z.B. über ein Leihgerät) oder sonstigen Dritten gedeckt werden, kommt ein Zuschuss in Betracht. Der Zuschuss wird nicht automatisch gezahlt. Bitte reichen Sie hierfür den Vordruck „Schulbescheinigung Digitales Endgerät“ von der Schule ausgefüllt bei uns ein, dann kann Ihr Anliegen geprüft werden.

Den Vordruck finden Sie auf unserer Homepage www.jobcenter-luebeck.de/leistungen und er liegt in den Sekretariaten der Schulen aus. Ein zusätzlicher Antrag ist nicht erforderlich. Bitte nennen Sie uns zudem, welche Geräte Sie zu welchen Kosten anschaffen möchten, hier reichen z.B. Angebote aus dem Internet. Kostenvoranschläge sind nicht erforderlich.

Bei Kostenübernahmen ab 150 Euro reichen Sie bitte noch den Zahlungs-/Kaufbeleg nach der Anschaffung ein. Sollten Sie das Geld verauslagt haben oder die Anschaffung im Zeitraum ab 1. Januar 2021 erfolgt sein, kommt auch eine Erstattung in Frage.


Jobcenter Lübeck