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Home Sonderthemen Ostholstein Im Winter richtig lüften
11:08 08.01.2020
Durch richtiges Lüften lässt sich Schimmelpilz in der Wohnung vermeiden Fotos: Cornelis Gollhardt, hfr

Schon bei „normalen“ Außentemperaturen tun sich viele Menschen schwer, ihre Wohnräume richtig zu lüften. Während der Heizperiode werden erfahrungsgemäß noch mehr Fehler bei der Wohnraumlüftung gemacht: Fenster bleiben meist geschlossen, damit keine teure Heizwärme verloren geht. Der Austausch von feuchter Innenluft durch trockenere Außenluft findet nicht mehr statt. Dadurch wird Schimmelpilzbefall begünstigt. Das muss nicht sein: Heizverhalten und Wohnungslüftung lassen sich optimal aufeinander abstimmen, sodass der Schimmelpilz keine Chance hat.

„Richtiges und ausreichendes Lüften kann die Schimmelbildung in Räumen vermeiden“, betonen die Experten des Umweltbundesamtes in ihrem „Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“. Als Grundregel betonen die Fachleute, dass Feuchtigkeit möglichst am Entstehungsort wie in Küche oder Bad durch Belüftung entfernt werden soll.
  

Richtig lüften

Dabei ist das Lüften über angekippte Fenster die schlechteste Variante. „Es erhöht den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch und kühlt die Wände aus, wenn Fenster über längere Zeit oder immer gekippt bleiben. Besser ist es, mit Stoßlüftung nach Bedarf zu lüften“, so der Leitfaden des Umweltbundesamtes.

„Richtiges Stoßlüften tauscht die Raumluft sogar 200 Mal schneller aus als gekippte Fenster, ist also deutlich kürzer und spart dadurch viel Heizenergie“, betont Gerhard Lüth vom Sanierungsunternehmen Isotec in Kühsen, das auf die dauerhafte Beseitigung von Feuchte- und Schimmelschäden spezialisiert ist. „Auch im Winter sollte man drei- bis fünfmal am Tag stoßlüften“, rät er. „Damit die Räume der Wohnung nicht zu stark auskühlen, kann sich das Lüften auf fünf bis zehn Minuten beschränken. Das reicht völlig aus.“
  

Klug heizen

Das richtige Lüften wird durch ein kluges Heizen komplettiert. Dafür gilt: Selbst wenn tagsüber – auch für längere Zeit – niemand zu Hause ist, muss bei niedrigen Außentemperaturen durchgehend geheizt werden. Wenn man nach Hause kommt und dann erst einen ausgekühlten Raum aufheizen möchte, liegt der Energieverbrauch wesentlich höher, als wenn die Heizung auf einer niedrigeren Temperatur durchläuft. Die Raumtemperatur sollte nie 16 Grad Celsius unterschreiten. Bei Wohnräumen wird eine stabile Temperatur von mindestens 19 bis 21 Grad empfohlen, bei wenig genutzten Zimmern wie Gästezimmer oder Abstellkammer reicht eine Temperatur von mindestens 16 Grad.

Außerdem sollten Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen immer geschlossen sein. Wenn aufgeheizte Raumluft in einen kühlen Raum gelangt, kommt es zur Kondensation der feuchten Luft auf den kalten Wänden, das heißt die Feuchtigkeit sammelt sich an den kältesten Stellen, an denen dann Schimmelpilz entsteht.

Schimmelbefall verhindern

„Wenn aber beides stimmt, das Lüftungs- und das Heizverhalten, wird eine zu hohe Raumluftfeuchte von mehr als 70 Prozent in Wohnräumen vermieden. Die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls ist damit auf ein Minimum reduziert“, fasst Gerhard Lüth zusammen.

ABDICHTUNGSTECHNIK LÜTH GMBH & CO.KG
Isotec-Fachbetrieb
Zur Freiweide 2
23898 Kühsen
www.isotec-hl.de
  

Bei runden Fenstern muss der Rollladen von unten nach oben laufen.
Bei runden Fenstern muss der Rollladen von unten nach oben laufen.

Rollläden laufen normalerweise von oben nach unten. Doch manchmal kann aus Platzmangel oder bei asymmetrischen Fensterformen über dem Fenster kein Rollladenkasten angebracht werden. Dann benötigt man eine andere Lösung.

Bei älteren Häusern ist oft am oberen Teil des Fensters kein Platz für einen Rollladen und den Kasten. Bei neueren Häusern erschwert die vermehrte Verwendung von halbrunden, runden, mehreckigen oder sogar asymmetrischen Fensterformen die Montagebedingungen. „In solchen Fällen werden die Rollläden von unten nach oben geführt“, erklärt Holger Schanz von Schanz Rollladensysteme. Die Rollladenkästen sind kleiner, dezenter, leicht zugänglich und wartungsfreundlich.

Da die Kästen am unteren Teil des Fensters montiert werden, ist in der Regel kein Gerüst notwendig. Das ermöglicht eine Montage auch im Winter.

Abhängig von Größe und Form sind alle Neigungswinkel und Höhen bis zu fünf Meter möglich. Die meisten Rollläden können mit einem Motorantrieb ausgestattet werden.

Die Montage erfolgt zügig, ohne bauliche Veränderung und verursacht kaum Schmutz. Der nachträgliche Einbau der kompakten Rollladenkästen verhindert zudem den bei herkömmlichen Kästen gefürchteten Wärmebrücken-Effekt.
  

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