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Home Sonderthemen Ostholstein Immer auf der Höhe der Zeit
01:18 30.04.2019
Den neuen Ford Focus präsentieren (v. r.) Frank Kania, Dennis Schmidt und Simon Sela. Foto: BERND GERWANSKI

Der Ford Focus wird in nunmehr vierter Generation produziert und erhält gute Schlagzeilen in der Fachpresse. Natürlich ist das neueste Modell auch bei Kania in Eutin zu bestaunen. „Und er kann zur Probe gefahren werden“, betont Frank Kania.

Der Inhaber des Autohauses hat den Focus schon selbst gefahren und ist begeistert. „Ich bin überrascht, wie ruhig er läuft“, sagt Frank Kania angesichts des 1,5-Liter-Ecoboost-Motors mit seinen drei Zylindern, von denen sich einer bei ruhiger, gleichmäßiger Fahrt abschaltet. „Der Benziner ist mit einem Partikelfilter ausgestattet“, berichtet der Fachmann weiter.

Kania bietet Ford-Modelle stets auch im Segment der EU-Fahrzeuge an. „Wir liegen dabei in guten Preisregionen“, erklärt der Inhaber.

Im Werkstattbereich gibt es einige Neuerungen. So wurde ein neues Reifenmontiergerät angeschafft. Ende letzten Jahres wurde außerdem ein neues Diagnosegerät in Betrieb genommen. „Der Trend geht nun einmal weg von der Mechanik hin zur Elektronik“, sagt Frank Kania. „Wir decken durch neue Geräte die Elektronikseite der Fahrzeuge ab.“ Ein neuer Tester für die Abgasuntersuchungen kommt demnächst zum Einsatz.

Um auf der Höhe der Zeit zu sein, sind die entsprechenden Schulungen der Mitarbeiter nötig. „Denn nur die Technik alleine nützt noch nichts“, betont Frank Kania. Seine Firma investiert in die Weiterbildung der Mitarbeiter, die alle schon viele Jahre zur Firma gehören.

„Ich glaube, die Zukunft der Automobile ist ein Mix aus verschiedenen Antriebskonzepten“, erläutert Frank Kania. „Elektro macht nur einen Teil unserer Zukunft aus. Nach wie vor hat der Diesel die höchste Effizienz. Man sollte bedenken, jegliche Form der Mobilität wirft Probleme für die Umwelt auf.“

Nicht zu vergessen im Mobilitätssektor sind die Zweiräder. Auch hier hat Kania einige aktuelle Angebote. So gibt es bei Kawasaki einen Starterbonus für Fahranfänger, die nicht länger als zwölf Monate ihren Führerschein haben. „Der Bonus macht bis zu 800 Euro aus“, teilt Frank Kania mit. Interessant sei ebenfalls ein Angebot bei den 125er-Modellen. Ein besonderes Bonbon hält der Fachhändler in diesem Fall für Fahrer ab 16 Jahre bereit. „Wir bieten eine Vollkasko-Übernahme der Versicherung für ein Jahr an“, teilt Frank Kania mit. „Für Neueinsteiger ist das ein großer Preisvorteil, der etwa 1000 Euro ausmachen kann.“

Zu guter Letzt: Die Elektronik hält auch bei den Rollern Einzug. So bietet der Fachhändler Roller an, bei denen das Smartphone mit dem Roller vernetzt werden kann. bg

Nawid Ehrari, Auszubildender als Kfz-Mechatroniker, wechselt von Winter- auf Sommerreifen.
Nawid Ehrari, Auszubildender als Kfz-Mechatroniker, wechselt von Winter- auf Sommerreifen.

Alle Jahre wieder, möchte man sagen. „Auch wir sind noch voll im Reifenwechsel“, erklärt Frank Kania mit Blick auf die aktuellen Werkstattarbeiten.

Er empfiehlt den Autofahrern, diesen Wechsel von Winter- auf Sommerreifen zu nutzen und einen prüfenden Blick auf ihr Fahrzeug werfen zu lassen. „Man sieht beim Räderwechsel doch viel mehr als sonst“, betont der Fachmann. „Ein Kontrollblick sollte beispielsweise den Bremsen dienen, ob diese noch in Ordnung sind.“

Heutzutage sei es nicht mehr so einfach, die Reifen selbst zu wechseln, sagt Frank Kania. So sei bei neueren Fahrzeugen das Reifendruckkontrollsystem zu beachten. Viele Autos hätten auch keinen Wagenheber mehr an Bord. Der Fahrzeughalter habe oftmals das Problem, sein Auto gewissenhaft und sicher aufzubocken. Bei einem Werkstattbesuch könne in jedem Fall ein Fachmann helfen. bg

KANIA
Industriestraße 8
23701 Eutin
Tel. 04521/ 70 99 70
www.kania-eutin.de

Der Richtungswechsel von Verbrennungs- auf Elektromotoren nimmt in der Autoindustrie Fahrt auf. Doch auf dem Motorradsektor scheint die Elektrifizierung nur schleppend voranzukommen. Mit der amerikanischen Marke Zero gebe es aktuell überhaupt nur einen Hersteller, der alltagstaugliche Elektromotorräder in Deutschland anbieten, sagt Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbands der Motorradfahrer.

Im Luxussegment und damit preislich oberhalb von Zero bietet der italienische Hersteller Energica mit den Modellen Eva und Ego zwei Bikes an, „die auch ambitionierte Sportfahrer zufriedenstellen können“, sagt Rainer Gurke, Motorradtrainer beim Auto Club Europa (ACE). Das gelte auch für die LS-218 der US-Marke Lightning, ein Supersportler mit 150 kW/204 PS. Damit sind laut Hersteller im speziellen Renntrimm knapp 351 km/h drin. Mit dem größten Akku sollen Biker bis zu 290 Kilometer weit kommen. Als erster namhafter Hersteller will Harley Davidson sein Modell LiveWire noch in diesem Jahr auf den Markt bringen.

Das Engagement der klassischen Motorradhersteller wird in Fachkreisen als zurückhaltend beschrieben. Dafür sieht Wulf Weis gute Gründe: „Gerne werden E-Mobile mit verlockenden Reichweitenangaben in Kilometer beworben“, sagt der Leiter des Test und Technik-Ressorts der Zeitschrift „Motorrad News“. Nach Testerfahrung des Blattes verbraucht ein E-Motorrad bei zurückhaltender Fahrweise abe circa 8 bis 10 kWh, bei forscherer Gangart 13 bis 15 kWh und bei schneller Autobahnfahrt mehr als 20 kWh auf 100 Kilometer.

Auch Gurke sieht in der Kapazität der Lithium-Ionen-Akkus den größten Spielverderber beim elektrischen Motorradfahren. „Bei zügiger Gangart hat man eine Reichweite zwischen 90 und 150 Kilometer, Wochenendtouren fallen damit schon einmal weg“.

Im städtischen Verkehr böten Elektrozweiräder entspanntes und sparsames Fahren, so Lenzen: „Es muss nicht ständig gekuppelt und geschaltet werden, und auch das enorme Beschleunigungsvermögen ist ein Vorteil.“ Weiterer Anreiz: Die im Vergleich zum Benzin-Motorrad geringeren Betriebs- und Wartungskosten.

Journalist Weis rechnet ein wenig anders: Fehlende Einnahmen durch weniger mechanischen Verschleiß könnten durch kostenpflichtige Updates „mehr als ausgeglichen werden“. Auch der Akkuaustausch könne teuer werden.

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