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Home Sonderthemen Gesamtausgabe In Ratzeburg wurde das Gefäßzentrum erweitert
10:47 30.11.2020
Der Ärztliche Direktor Dr. Andreas Schmid (Mitte) und Oberärztin Dr. Karola Bollow begrüßen den neuen Chefarzt Dr. Matthias Schneider. Foto: hfr

Ratzeburg. Seit November ist das interdisziplinäre Gefäßzentrum Ratzeburg um den renommierten Gefäßchirurgen Dr. Matthias Schneider als Chefarzt erweitert worden. „Wir sind sehr froh darüber, mit Herrn Dr. Schneider einen weiteren Gefäßchirurgen holen zu können. Mit ihm ist ein erfahrener Kollege an das DRK-Krankenhaus gekommen, der mit seiner umfassenden Kompetenz die Gefäßchirurgie auf ein noch breiteres Fundament stellen wird“, freut sich der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer Dr. Andreas Schmid.

„Ich bin hier schon in den ersten Tagen sehr kollegial aufgenommen worden. So lässt sich viel gemeinsam bewegen“, sagt Dr. Matthias Schneider, der in Kiel geboren ist und als Surfer und Segler froh ist über die Nähe zum Wasser. Sein Studium und Ausbildung zum Allgemeinchirurgen sowie Spezialisierung als Gefäßchirurg absolvierte Dr. Schneider im Franziskuskrankenhaus Berlin und am Vivantes Krankenhaus im Friedrichshain Berlin, der ältesten selbstständigen Gefäßchirurgie in Deutschland. Dort nahm er 2005 seine erste total-laparoskopische Implantation einer Aortenbifurkationsprothese vor.

„Die Intention mit immer weniger eingreifenden Methoden auch immer ältere und krankere Patienten mit überschaubarem Risiko behandeln zu können blieb für meine weitere Arbeit bestimmend“ betont Dr. Schneider. Ein Schwerpunkt ist auch die laparoskopische Behandlung des seltenen „Dunbar-Syndroms“, einem Kompressionssyndrom der Eingeweidearterien. Nach seinem Wechsel nach Reinbek erfuhr unter seiner Leitung das Gefäßzentrum einen erheblichen qualitativen und quantitativen Aufschwung.

Gemeinsam werden der neue Chefarzt Dr. Schneider, die Oberärztin Dr. Karola Bollow und Dr. Andreas Schmid, der vor Jahren das Gefäßzentrum ins Leben rief, sowie der Angiologe Stefan Elbs aus Mölln und die Radiologen Dr. Norbert Marienhoff und Dr. Mark-Michael Barbey vom Radiologischen Zentrum Ratzeburg, die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Gefäßzentrums weiter vorantreiben.

„Ich freue mich, dass bereits eine qualifizierte Gefäßmedizin mit zertifiziertem Wundzentrum in Ratzeburg betrieben wird und ich die Möglichkeit bekomme auf diesem Boden weitere Schwerpunkte mit diesem Team umzusetzen. Hierbei wird die Behandlungsqualität unserer Patienten immer die oberste Priorität haben,“ so Dr. Matthias Schneider.

DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg
Röpersberg 2
23909 Ratzeburg
Telefon: 04541/88 40
www.drk-krankenhaus.de


Als Pflegeberater durchstarten

Während die Coronakrise in vielen Berufen Kurzarbeit und steigende Arbeitslosenzahlen verursacht, werden in der Pflegebranche immer noch qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Das gilt nicht nur für Pflegepersonen in Heimen oder bei ambulanten Pflegediensten, sondern auch für den Bereich Pflegeberatung. Denn gerade unter den aktuell erschwerten Bedingungen brauchen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kompetente Unterstützung, um sich in dem komplizierten Leistungssystem zurechtzufinden und eine möglichst optimale Versorgung zu erhalten.

Anspruch auf Pflegeberatung hat jeder, der einen Antrag auf Leistungen bei seiner Pflegekasse oder -versicherung stellt. Aber auch schon vorher kann man kostenlos Informationen einholen, etwa bei Pflegestützpunkten oder Wohlfahrtsverbänden. compass private Pflegeberatung sucht zurzeit bundesweit Fachkräfte, mehr Informationen dazu gibt es unter www.compasspflegeberatung.de.

Gute Einarbeitung ist wichtig

Auf Pflegefachkräfte, Sozialversicherungsfachangestellte, Sozialpädagogen und andere einschlägig Qualifizierte wartet eine umfassende, sechsmonatige Einarbeitung: „Mir wurde viel Werkzeug an die Hand gegeben, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis“, erzählt die Stuttgarter Pflegeberaterin Evamaria Riethmüller. „Am Ende fühlte ich mich richtig gut vorbereitet, um selbstständig in die Beratung zu gehen.“ Momentan finden Bewerbungsgespräche und Einarbeitung zwar weitgehend digital statt, aber einem Start im neuen Job steht trotzdem nichts im Wege.

Vielfältig und individuell

Die Arbeit der Berater ist dabei ausgesprochen vielfältig. Neben den verschiedenen möglichen Leistungen von Pflegegeld bis Entlastungsbetrag müssen sie sich mit Betreuungsrecht, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen auskennen. Dazu kommt der einfühlsame Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen, die sich in teilweise sehr herausfordernden Umständen befinden. „Gerade die individuelle Begleitung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen in ihren spezifischen Pflegesituationen finde ich sehr spannend“, so Riethmüller. djd

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