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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Gut fürs Klima: Sanieren statt abreißen
10:55 27.01.2021
Das Dreiradzentrum in Stockelsdorf bietet Dreiräder mit und ohne Elektro-Unterstützung für mehr Mobilität. Inhaberin Christina Linke zeigt die einfache Handhabung
Foto: Anja Hötzsch

Rund 24,9 Millionen Wohngebäude wurden zwischen 1950 und 1969 errichtet und gehen nach und nach in die Hände neuer Bewohner über. Auf neue Eigentümer kommt die große Frage zu, wie sie Bungalow oder Siedlungshäuschen für ihre Bedürfnisse umwandeln können.

Soll das alte Gebäude einem Neubau weichen? Eigentümer sind gut beraten, genau zu kalkulieren. Dabei geht es nicht nur um Kosten, sondern auch um die CO2-Bilanz. Bei Abriss und Neubau ist der Energieeinsatz erheblich höher als bei einer Altbaumodernisierung. Denn die benötigten neuen Baustoffe herzustellen und zu transportieren entspricht bis zu 30 Jahren der Betriebsenergie der Immobilie.

Energetisches Update

„Bei der Bewertung der Energiebilanz geht es um den gesamten Lebenszyklus des Hauses“, erklärt Jan Ebert von der BHW Bausparkasse. „Wer einen Altbau erneuert, betreibt Recycling und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“

Um ein betagtes Einfamilienhaus auf die heute geforderte Energieeffizienz zu trimmen, geben Hausbesitzer für die Wärmedämmung einer Fassade rund 90 bis 150 Euro je Quadratmeter aus. Oft sind auch Elektroinstallationen und alte Rohre zu ersetzen.

Nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) summieren sich die Nettokosten für eine komplette Sanierung auf 1500 bis 2000 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Eigentümer sollten daher einen Energieexperten oder Bausachverständigen hinzuziehen. „Die Fachleute sammeln Fakten für die Entscheidung und erstellen einen konkreten Sanierungs- und Förderfahrplan“, erklärt Ebert. Für die Finanzierung können Sanierer unter anderem auf Zuschüsse und zinsgünstige Kredite über die Programme 430 und 152 der KfW zugreifen.


Streitpunkt Schimmel

Für Vermieter und Mieter gibt es einen Königsweg

Eine Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts „heute und morgen“ belegt: 38 Prozent der Bundesbürger geben an, dass sie in den vergangenen fünf Jahren Schimmel in ihrer Wohnung hatten.

Über die Ursachen von Schimmelpilz, insbesondere in Mietwohnungen, kommt es immer wieder zum Streit. Während Vermieter in falschem Lüften und Heizen die Ursache sehen, vermuten Mieter meist, dass bauliche Mängel für den Schimmel verantwortlich sind.

Gerhard Lüth ist mit seinem Unternehmen Isotec auf die Sanierung von Feuchte- und Schimmelschäden spezialisiert. „Das Problem beginnt beim Lüftungs- und Heizverhalten“, erklärt er. In einem Haushalt werden durch Kochen, Duschen und Atmen täglich mehrere Liter Luftfeuchte eingebracht, die abgelüftet werden müssen. Geschieht dies nicht, kann es bei schlecht gedämmten Außenwänden zu Schimmelbefall kommen. „Wir empfehlen, die Raumluftfeuchte zu beobachten. Anzustreben ist eine Raumluftfeuchte von 50 Prozent und sie sollte 70 Prozent nicht überschreiten“, sagt Fachmann Lüth. Wichtig sei zudem ein kontinuierliches Heizen der Räume im Winter.

Nur in wenigen Fällen ist die Frage nach der Verursachung offensichtlich. Rechtsanwalt Schmidt aus Köln berichtet aus seiner Erfahrung: „Ein Rechtsstreit mit einem Mieter unter Beteiligung eines Gutachters, da liegen wir immer bei einem Paket von rund 5000 Euro. Da ist es für den Vermieter sinnvoller, zwei oder- dreitausend Euro direkt in eine Sanierung zu investieren.“

Aber viele Schimmelpilze sind gefährlich für die Gesundheit der Bewohner. Das weiß auch Isotec-Fachmann Lüth und empfiehlt deshalb: „Für alle Beteiligten ist es der bessere Weg, wenn sie sich verständigen und der Schimmel zügig aus der Wohnung entfernt wird. Baustoffe wie die intelligente Isotec-Klimaplatte aus Kalziumsilikat wirken wärmedämmend, nehmen Feuchtigkeit auf, geben sie im Bedarfsfall wieder ab und verhindern einen erneuten Befall dauerhaft.“

ABDICHTUNGSTECHNIK LÜTH GMBH & CO.KG
Isotec-Fachbetrieb
Zur Freiweide 2, 23898 Kühsen
www.isotec-hl.de
                    

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