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Home Sonderthemen Ostholstein Junge Menschen in der Hospizarbeit
14:52 09.11.2020
Trauer – junge Menschen können Zuspruch auch von Gleichaltrigen gebrauchen. Foto: Franz Pfluegl/Adobe/hfr/Travebogen

Lübeck. Die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lübecker Hospizvereine bieten für Menschen, die lebensverkürzend erkrankt sind und für deren Angehörige Beratung und Unterstützung zu den Themen Sterben, Tod und Trauer. Sterben und Tod als Teil des Lebens wieder sichtbarer in die Gesellschaft zu tragen, würdiges Sterben zu ermöglichen, das sind ihre Ziele, die heute relevanter denn je scheinen.

Palliativnetz Travebogen gGmbH

Als einer von zwölf Pilotstandorten in Deutschland beteiligt sich die Stiftung Travebogen an dem Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“, das in Kooperation mit dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband, der Uni Graz, den Maltesern und der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ umgesetzt wird – gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

- Bereits Menschen, die jünger als 30 Jahren alt sind, machen in ihrem Leben auf die unterschiedlichste Weise Erfahrungen mit Sterben und Verlust.
- Junge Menschen befürchten eine Benachteiligung (u. a. im Beruf) durch einen offenen Umgang mit eigener Trauer und Verlust oder die Teilnahme an Trauergruppen (Stigmatisierung).
- Junge Menschen, die selber lebensverkürzend erkranken oder in ihrem Umfeld (Eltern, Geschwister) mit dem Sterben konfrontiert werden, finden in ihrer Altersgruppe wenig Unterstützung und Austausch.
- In Sterbe-/Trauerbegleitungen klafft eine Generationslücke. (Hospiz-)Begleitende sind in der Regel mindestens eine, zwei Generationen älter.

Das Lübecker Projekt: Wir sind eine Gruppe junger und älterer Menschen, die die Hospizarbeit – im weitesten Sinne – in unserer Stadt auf möglichst viele Schultern verteilen möchten. Bisher ist diese Arbeit bei 65 plus und vorwiegend weiblich angesiedelt, das wollen wir ändern!

Wir möchten junge Frauen und Männer aus möglichst vielen unterschiedlichen Berufsgruppen und Studierende unterschiedlicher Fakultäten gewinnen und erreichen, dass die Generationen sich gegenseitig motivieren neue Wege zu gehen. Die Jungen fit machen für ihre zukünftigen gesellschaftlichen Aufgaben und den Älteren zeigen, wie wichtig ihre Erfahrungen sind, um ihnen so das Abgeben/Loslassen zu erleichtern.

Wir werden, was Räumlichkeiten und kleinere projektbezogene Ausgaben anbelangt, von der Stiftung Travebogen unterstützt. Es geht uns nicht darum, Interessierte unbedingt in die Ausbildung zu Sterbe- und Trauerbegleiterinnen und -begleitern zu bringen. Vielmehr möchten wir dazu aufrufen, gemeinsam Ideen zu entwickeln, mit denen wir die Hospiz- und Palliativarbeit langfristig auch auf junge Füße stellen können.

Kontakt: Susanne Neubacher, Telefon 0151 62315667.

Palliativnetz Travebogen
Ziegelstraße 9-11
23556 Lübeck
www.stiftung-travebogen.de

„Ein Haus für Lübeck“

Die Vorwerker Diakonie und das Palliativnetz Travebogen bauen ein Hospiz- und Palliativzentrum für Lübeck. Unsere Nachbarn werden die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, die Lübecker Hospizbewegung und der Kinder- und Jugendhospizdienst „Die Muschel“ sein. Informationen dazu im Internet auf www.ein-haus-für-lübeck.de. Gern versenden wir auch Informationsmaterial zu unserem Projekt. Wenn Sie uns unterstützen möchten, hier unser Spendenkonto: Evangelische Bank (IBAN: DE31 5206 0410 0006 4033 87 – BIC: GENODEF1EK1, Kontoinhaber Stiftung Travebogen).

Pflegeleicht: Zwiebelblumen

Ein Grab zu pflegen ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Doch die Zeit für diese Aufgabe ist häufig knapp. Deshalb kommt es auf die richtige Auswahl der Gewächse an. So sollten sich diese nicht zu stark ausbreiten, nur wenig bis gar keinen Schnitt oder Düngung verlangen und auch robust gegenüber den hiesigen Wetterbedingungen sein.

Blumenzwiebeln lassen sich einfach pflanzen. Als grobe Regel gilt, dass die Bodenschätze doppelt so tief in die Erde kommen, wie sie dick sind. Die meisten der frühen Gewächse haben nichts gegen grüne Gesellschaft und kommen mit den anderen Grabpflanzen gut zurecht – solange sie ihnen ausreichend Licht lassen. Tulpen in Kombination mit Narzissen sind eine gute Wahl für die Grabbepflanzung. Natürlich spielen auch die verschiedenen Blütezeiten eine wesentliche Rolle. Wer geschickt kombiniert, gibt dem Grab monatelang Farbe. fluwel.de

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