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Home Themenwelten Gesundheit & Pflege Bronchiektasen-Studie der KLB Gesundheitsforschung Lübeck: Unterschätzte und vernachlässigte Lungenerkrankung
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05:39 23.08.2021
Bronchiektasen zählen zu den am meisten vernachlässigten pneumologischen Erkrankungen. Foto: yourstockbank
KLB Gesundheitsforschung Lübeck GmbH Dr. - Dr. med. Andrea Ludwig-Sengpiel

Bronchiektasen, die nicht durch eine Mukoviszidose (zystische Fibrose CF) verursacht sind werden als Non-CF-Bronchiektasen bezeichnet. Die zugrundeliegende Ursache der Erkrankung ist sehr vielschichtig. Die European Respiratory Society (ERS) spricht von einer der „am meisten vernachlässigten pneumologischen Erkrankungen“. 

In den letzten Jahren hat die klinische Relevanz von Non-CF-Bronchiektasen in unserem Gesundheitssystem deutlich zugenommen; die Bezeichnung als seltene Erkrankung erscheint nicht mehr zeitgemäß. Mit Non-CF-Bronchiektasen in Verbindung stehende Krankenhausaufnahmen steigen in Deutschland zunehmend an. Die Versorgung der betroffenen Patienten hat sich in den letzten Jahrzehnten aber nur unerheblich verbessert, da es immer noch an zugelassenen pharmakologischen Therapien mangelt und es einen erheblichen Bedarf an weiterführender klinischer Forschung gibt.

Die Diagnostik ist komplex aber unverzichtbar. Folgende Symptome können wegweisend für eine Non-CF-Bronchiektasen-Erkrankung sein
• Kaum Ansprechen auf COPD- oder Asthma-Standardtherapie
• Junges Patientenalter
• Häufige ( > 1/ Jahr ) Verschlechterungen der Symptome ( Exazerbationen)
• Eitriger Auswurf

Die Diagnose von begleitenden Lungenerkrankungen (wie COPD oder Asthma bronchiale) führt häufig zu einer Therapie mit sogenannten Bronchodilatatoren (bronchienerweiternden Medikamenten) und inhalativen Steroiden (Kortison).

Die Behandlung von Non-CF-Bronchiektasen erfordert aber häufig eine multifaktorielle Therapie:
• Physiotherapeutische Atemtherapie
• Antibiotische Dauertherapie
• Infektions-Prophylaxe
• Therapie der zugrundeliegenden Erkrankung

Falls Sie bereits eine Non-CF-Bronchiektasen–Diagnose erhalten haben und im Rahmen eines Studienprotokolls an der Erforschung neuartiger Therapien mitwirken möchten, bietet die KLB-Gesundheitsforschung dies an. An der Teilnahme Interessierte können sich melden unter Telefon 0451 7078300, oder über die Homepage www.klb-luebeck.de. Die leitende Studienärztin Dr. Ludwig-Sengpiel gibt Ihnen dann weitere Informationen zu Möglichkeiten, Durchführung und Aufwandsentschädigung.

KLB Gesundheitsforschung
Lübeck GmbH
Sandstraße 18
23552 Lübeck
Telefon 0451/707 83 00
www.klb-luebeck.de 
     

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