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10:53 04.02.2020
Auf einem Teil der städtischen Fläche der ehemaligen Kleingartenanlagebiet soll das Neubaugebiet „Lauerhofer Feld“ entstehen. Foto: Holger Kröge

In Zeiten der hohen Nachfrage nach Wohnraum ist es ein Glücksfall, wenn integrierte Flächen für den Neubau eines Wohnquartieres zur Verfügung stehen. So verhält es sich mit der ehemaligen Kleingartenanlage angrenzend an die St Philippus Kirche an der Schlutuper Straße im Stadtteil St. Gertrud. Dort plant die Hansestadt Lübeck das Wohnquartier „Lauerhofer Feld“.

Klimaschutz als Planungsziel, das sollte in Zeiten der „Fridays for Future“-Bewegung selbstverständlich sein, ist aber dennoch eine Herausforderung. Moderne Mobilitäts-, Energie- und Wasserwirtschaftskonzepte benötigen die Akzeptanz der zukünftigen Bewohner sowie der jetzigen Anlieger, daher wird in dem geplanten Wohnquartier viel Wert auf eine gute Nachbarschaft gelegt.
  

Auf der etwa acht Hektar großen städtischen Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage sollen zirka 100 Einfamilienhäuser in Form von Doppel- und Reihenhäusern sowie 320 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau einschließlich einem Anteil von mindestens 30 Prozent geförderten Wohnungsbau entstehen. Dazu kommen noch die umgebenden Grünflächen, die alle als zu erhalten festgesetzt werden sowie die Straßenflächen der Schlutuper Straße, die in ihrem künftigen Ausbaustandard – beidseitiger Fuß- und Radweg – an die geplante Nutzung angepasst wird.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll die Ansiedlung eines Hospizes und eines Palliativzentrums planungsrechtlich ermöglicht werden. Der städtebauliche Entwurf ist geprägt durch eine zentrale Grünachse, in der Regenwasser versickern kann sowie dem Quartiersplatz als Gelenk zwischen der St. Philippus Kirche und neu zu errichtendem Geschosswohnungsbau.

Besonders ist die geplante Quartiersgarage, die statt der deutlich aufwändigeren und teuren Tiefgarage unter den Mehrfamilienhäusern die Stellplätze des Geschosswohnungsbaus aufnimmt und darüber hinaus noch einen extra Service für die Bewohner in Form von Storage und Postdepot bietet. Damit ist das Stadtquartier gut in die digitale Welt eingebunden. Die künftigen Bewohner können ihre benötigten Waren bequem im Internet bestellen und auf dem Nachhauseweg aus „ihrem“ Postdepot abholen.

Es wurde ein Energiekonzept beauftragt mit der Zielstellung Umweltfreundlichkeit, Minimierung von CO², Zukunftsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit im Betrieb, Akzeptanz und Versorgungssicherheit.

Nach Austausch und Diskussion mit den Fachausschüssen wird der angepasste Bebauungsplanentwurf öffentlich ausgelegt. Die Bürger können Anregungen zu den geplanten Festsetzungen, Zielen der Planung und dem städtebaulichen Konzept einbringen. pm
  

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