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Home Sonderthemen Lauenburg Kurze Bauzeit – feuchtes Haus?
11:01 22.11.2019
Bauen auch im Winter, damit das Haus schneller fertig ist? Um Folgeschäden zu vermeiden, sollten Baufirmen und -herren darauf achten, mit den Baustoffen möglichst wenig Feuchtigkeit ins Haus zu holen. Fotolyse - stock.adobe.com

Häuser werden heute immer schneller und immer dichter gebaut. Diese positiven Errungenschaften haben leider auch ihre Schattenseiten: Nicht ausreichend getrocknete Neubauten werden häufig zu früh bezogen – und in der Folge oft nur unzureichend gelüftet und beheizt. Schimmelpilzbefall ist dadurch vorprogrammiert. Bauunternehmen und Bauherren können aber gegensteuern.  

„Das sehr schnelle Bauen mit nur kurzen Austrocknungszeiten hat das Problem der Schimmelpilzbildung in Neubauten verschärft“, erläutert Gerhard Lüth, der mit dem Isotec-Fachbetrieb auf die Sanierung von Feuchte- und Schimmelschäden spezialisiert ist. Er gibt zu bedenken, dass schon beim Bau eines Einfamilienhauses mehrere Tausend Liter Wasser eingebracht werden, zum Beispiel durch Mörtel, Estrich, Putz und vieles mehr. „In den ersten beiden Jahren müssen die Bewohner die Baufeuchte erst einmal ‚rauswohnen‘, das heißt verstärkt lüften und heizen, um die Baufeuchte abzuführen und das Haus richtig zu trocknen“, so der Fachmann.
  

Rohbauten schnell schließen und technisch trocknen

Hinzu kommt: Solange das Dach nicht geschlossen, Fenster und Türen nicht gesetzt werden, sind Rohbauten schutzlos schlechter Witterung ausgesetzt. Bauteile saugen sich mit Wasser voll und können danach nicht mehr richtig trocknen. Dabei lässt sich auch dieses Problem minimieren: Durch ein straffes Baumanagement kann der Baukörper schon gut zwei Wochen nach Baubeginn geschlossen werden, selbst bei Massivbauweise. Folglich tritt danach deutlich weniger Wasser in den Rohbau ein.

Außerdem ist es ratsam, Rohbauten nach dem Einbau des Estrichs etwa einen Monat lang technisch zu trocknen, bis die gewünsch-Bauen auch im Winter, damit das Haus schneller fertig ist? Um Folgeschäden zu vermeiden, sollten Baufirmen und -herren darauf achten, mit den Baustoffen möglichst wenig Feuchtigkeit ins Haus zu holen. Fotolyse - stock.adobe.com te Trockenheit erreicht ist. Diese Möglichkeit wird aber nur in den seltensten Fällen von den Hausherstellern angeboten und durchgeführt.
  

Wohnräume in neuen Häusern müssen mindestens zwei bis drei Mal täglich kräftig gelüftet werden. Foto: Cornelis Gollhardt
Wohnräume in neuen Häusern müssen mindestens zwei bis drei Mal täglich kräftig gelüftet werden. Foto: Cornelis Gollhardt

Abmarsch ist dann um 18 Uhr. „Die Kinder werden sternförmig auf dem Timmendorfer Platz eintreffen, das ist in den letzten Jahren immer gut gelungen“, sagt Heinz Meyer, Vorsitzender der Aktivgruppe. „Im den letzten Jahren waren bei dem Fest rund 2000 Leute dabei, das wird von den Einheimischen, Kindergärten und Schulen sehr positiv angenommen.“ Mit einer kleinen Ansprache wird um 18.30 Uhr Pastor Thomas Vogel zusammen mit Bürgervorsteherin Anja Evers, Bürgermeister Robert Wagner und Tourismuschef Joachim Nitz bei Glockengeläut das Fest eröffnen. Wenn der Ort anschließend ganz dunkel geworden ist, zählen alle bis Null herunter und dann erstrahlen die über 150 000 Lichter – das ist Gänsehautstimmung pur. Im Schein der Tausenden Lichter gibt es anschließend ein Abschiedslied des Spielmannszugs. Und der Hamburger AfroGospel-Chor wird in kleiner Besetzung auf der Treppe des Alten Rathauses einige Lieder vortragen und damit für eine großartige Stimmung auf dem Timmendorfer Platz sorgen.
   

„Der Luftaustausch, also der Austausch von feuchter Raumluft gegen trockenere Außenluft, erfolgt in den Wintermonaten bei Stoß- oder Querlüftung 200 Mal schneller als durch gekippte Fenster“, betont Gerhard Lüth. „Das Lüften über gekippte Fenster führt hauptsächlich zu starken Energieverlusten und zur Auskühlung fensternaher Wandbereiche, auf denen dann die feuchte Raumluft kondensiert und Schimmelpilz entsteht.“

Weitere Tipps des Experten: Möbel sollten in Neubauten nicht direkt an die Wand gestellt werden, damit noch vorhandene Baufeuchte trocknen und die Raumluft ausreichend zirkulieren kann. Außerdem sollte Wäsche möglichst nicht in Wohnräumen getrocknet werden. Tropfnasse Wäsche kann nämlich bis zu 500 Gramm Feuchtigkeit pro Stunde abgeben, geschleuderte Wäsche bis zu 200 Gramm pro Stunde.

Schimmelpilz stets vom Fachmann entfernen lassen

Ist dennoch Schimmel entstanden, wird von vielen als erste Maßnahme das Abwischen mit 70- bis 80-prozentigem Isopropyl-Alkohol empfohlen. Doch Vorsicht! Der Schimmel kann beim Abwischen gesundheitsgefährdende Sporen freisetzen, die sich im ganzen Wohnraum verteilen. Schimmelpilze sollten deshalb stets vom Fachmann entfernt werden. Dies gilt insbesondere, wenn der Befall eine Fläche von einem halben Quadratmeter erreicht hat, so das Umweltbundesamt.

WEITERE INFORMATIONEN unter www.isotec-hl.de
  

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