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Home Sonderthemen Wochenspiegel Sterbebegleitung & Trauerbegleitung von Hinterbliebenen durch die Lübecker Hospizbewegung
16:19 03.02.2020
Die Ehrenamtlichen der Lübecker Hospizbewegung stehen nicht nur schwerstkranke Menschen, sondern auch Angehörigen zu Trauergesprächen zur Verfügung. Foto: Lübecker Hospizbewegung, Tom Stender

LÜBECK. Die Lübecker Hospizbewegung wurde im Oktober 1992 gegründet. Anlass waren aufrüttelnde Medienberichte über einsames Sterben im Krankenhaus, im Pflegeheim, Überlastungen und Überforderungen von Familienangehörigen bei der Begleitung Sterbender. Das gab den Impuls für die Arbeit in Form der Begleitungen für schwerstkranke und sterbende Menschen in unserer Stadt.

Der Verein bietet Sterbebegleitungen in der häuslichen Umgebung an. Ebenso begleiten die mittlerweile 70 Ehrenamtlichen in Alten- und Pflegeheimen, im stationären Hospiz „Rickers-Kock-Haus“ und auf Palliative-Care-Stationen in der Sana oder Uni-Klinik. Die Leistungen der Lübecker Hospizbewegung stehen jedem Lübecker Bürger kostenfrei zur Verfügung.
  

Die Lübecker Hospizbewegung bietet darüber hinaus Trauernden Gesprächsmöglichkeiten in ihren Räumen an. Im Kontakt sowohl mit Einzelnen als auch in der Gruppe, die gleiches erlebt haben, wird vieles leichter und es kann zur Sprache kommen, was Hinterbliebene bewegt. Ein Team von speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Trauerbegleiter*innen steht den Besuchern des dafür eingerichteten Trauercafés Schwerelos einmal im Monat in der Geschäftsstelle der Lübecker Hospizbewegung, Breite Straße 50 und einmal im Monat im KirchenForum Kücknitz von 15 bis 17 Uhr zur Verfügung.

Die Trauerarbeit der Lübecker Hospizbewegung wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Wir freuen uns über jede Spende.

Lübecker Hospizbewegung e. V.
Breite Str. 50, 23552 Lübeck
Tel: 0451/ 899 7775
www.luebecker-hospizbewegung.de

Spendenkonto: IBAN: DE79 2305 0101 0001 0074 00 bei der Sparkasse zu Lübeck.


Laut einer Umfrage befürworten über zwei Drittel der Bundesbürger, wenn Teile der Asche Verstorbener für Erinnerungsgegenstände verwendet werden. Auch bei der Umbettung von Urnen widerspricht die Mehrheit der Befragten den rigiden gesetzlichen Vorschriften.

Verschiedene Bundesländer haben in den letzten Jahren Vorschläge abgelehnt, die Entnahme einer geringfügigen Menge an Totenasche aus der Urne zu legalisieren. Diese könnte dann in Amulette gefüllt oder zur Herstellung von Glasskulpturen oder Diamanten verwendet werden. Tatsächlich findet beides bereits statt - unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit oder auf dem Umweg über das Ausland. Eine von Aeternitas, der Verbraucherinitiative Bestattungskultur, beauftragte Umfrage zeigt, dass nur jeder Fünfte (21 Prozent) meint, diese Praxis sollte weiterhin nicht erlaubt sein. Die Mehrheit hingegen (71 Prozent) gibt an, dies grundsätzlich in Ordnung zu finden. „Einstellungen zu Fragen von Pietät und Totenruhe verändern sich mit der Zeit: Sie passen sich an die Bedürfnisse einer mobilen Gesellschaft an, in der sich traditionelle Familienstrukturen zunehmend auflösen“, sagt der Aeternitas-Vorsitzende Christoph Keldenich. Er fordert, dass der Gesetzgeber gesellschaftliche Veränderungen stärker in das Bestattungsrecht einfließen lassen sollte.
  

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