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Home Sonderthemen Nordwestmecklenburg Lungenerkankungen im Winter
11:44 05.02.2019
Dr. Iris Koper, Chefärztin der Pneumologie an der Sana Klinik Oldenburg, im Gespräch mit einer Patientin. Foto: HFR
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In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Lungenerkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen. Besonders stark fällt die Zunahme bei chronisch-obstruktiven Fällen aus, der sogenannten COPD. Davon sind bundesweit knapp sechs Prozent der Erwachsenen betroffen.

UnterCOPD versteht man eine chronische Verengung der Atemwege aufgrund einer dauerhaften Schadstoffbelastung beziehungsweise einer Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien. Die COPD kann mit oder ohne Lungenemphysem auftreten. Bei einem solchen Lungenemphysem sind die Lungenbläschen, in denen der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet, zerstört. Die Folge: Es wird weniger Sauerstoff über die Lungen aufgenommen, und der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt drastisch ab. Das ohnehin erlebte Gefühl der Atemnot aufgrund der entzündeten Schleimhäute nimmt noch einmal deutlich zu, Patienten fühlen sich erschöpft und besonders bei sportlicher Aktivität sehr schnell belastet.

Viele Patienten mit COPD sind unsicher, ob sie mit der Erkrankung Sport treiben können. Vor allem im Winter fürchten sie zudem eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes durch die Kälte. Dr. Iris Koper, Chefärztin der Pneumologischen Abteilung an der Sana Klinik Oldenburg, gibt Entwarnung: „Grundsätzlich dürfen auch COPD-Patienten Sport treiben. Es ist sogar ratsam. Je nach Schweregrad, Alter und gesundheitlichem Gesamtzustand eignen sich dazu vor allem Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern und Walking, Schwimmen, Gymnastik oder Tanzen. Auch leichtes Krafttraining kann positive Wirkungen haben.“ Ungeeignet erscheinen der Expertin laufintensivere Sportarten mit sich schnell wandelnden Belastungszuständen wie Tennis, Fußball oder Squash. Aufgrund des geringeren Sauerstoffgehalts in der Luft, sei auch von allen Arten des Höhensports abzuraten.

Studien belegen die positive Wirkung des Sports sogar bei Patienten mit schwerer COPD und Sauerstoffgerät. Denn der Sport regt die Atmung und die Durchblutung an und stärkt den Körper und seine Abwehrkräfte im Allgemeinen. Körperliche Betätigung im Freien hält die Pneumologin für ratsam. „Frische Luft tut gerade auch im Winter gut, als Ausgleich zur trockenen Heizungsluft in geschlossenen Räumen“, sagt Dr. Koper. „Dabei sollten COPD-Patienten genauso wie gesunde Sportler allerdings an kalten Tagen besonders auf einen geregelten Wärmehaushalt achten, damit der Körper nicht auskühlt.“ Atmungsaktive Wäsche sei daher im Winter gerade sehr wichtig. Erst bei Temperaturen mit deutlichen Minusgraden rät Koper, die sportlichen Aktivitäten in die Halle oder das Wohnzimmer zu verlegen und es an der frischen Luft bei einem Spaziergang mit Schal vor dem Mund zu belassen.


So entschlossen viele Menschen an Silvester auch gute Vorsätze fassen - meistens siegen schon nach ein paar Wochen die alten Verhaltensmuster. Eine tief verankerte Gewohnheit abzulegen, ist zwar schwer, aber möglich, wie Sportwissenschaftlerin Dr. Julia Thurn vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung in Stuttgart im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau betont. Um zum Beispiel mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, sei eines wichtig: „Man muss es wirklich wollen.“ Dieser Wille lässt sich stärken - durch positive Fantasien: „Ich werde attraktiv und muskulös sein. Ich werde mich fit fühlen.“ Wer sich so etwas vorstellt, erhöht laut Thurn die Chance, dass der Vorsatz zur Tat wird.

Bewährt hat sich zudem, vorab mögliche Barrieren durchzugehen. Was, wenn ich joggen will und es regnet? Wie motiviere ich mich, wenn ich müde bin? Darauf sollte man vorab Antworten finden. Auch sollten die Pläne möglichst konkret sein. Wichtig ist zudem, das neue Verhalten so oft wie möglich zu wiederholen, damit es irgendwann automatisch läuft.


Marie Louise John bietet in ihrem Studio auch Präventionskurse. Foto: HFR
Marie Louise John bietet in ihrem Studio auch Präventionskurse. Foto: HFR

Bei BewegungsArt finden die Teilnehmer immer wieder neue Präventionskurskonzepte.„Körperbewusstsein und Abwechslung sind wichtig und da gehören wechselnde Angebote dazu“, so Marie Louise John, Inhaberin des Gymnastik- und Tanzstudios. Zum Beispiel widmet sich der Kurs „Nackenweh-Ade!“ dem Thema Schultern und Haltung des oberen Rückens. Viele Wahrnehmungsübungen und Hilfe zur Selbsthilfe verhelfen zu einer verbesserten Körperhaltung und Gespür für das eigene Wohlbefinden. Wer es lieber dynamischer mag und sein bewusstes Körpertraining mit Spaß am Tanzen verbinden möchte, ist beim „Funktionellen Rückentraining mit Jazz Dance Elementen“bestens aufgehoben. „Pilates - Männersache!“ ist der Tenor im neuen Präventionskurs eigens für Männer, die hier in entspannter Atmosphäre die Grundlagen des Trainings nach Joseph Pilates erlernen. Kurzfristige Anmeldungen für alle jetzt im Februar startenden Kurse sind möglich. Ob Präventionskurse, „Let'sDance“–Tanz für Einsteiger Innen oder der „Gesund zu Fuß“ Workshop gegen Spreiz-, Senkfuß und Hallux Valgus, ein Blick auf den Stundenplan bei BewegungsArt - Marie Louise John lohnt sich.


Info

BewegungsArt - Marie Louise John
Königstraße 97-99
23552 Lübeck
Telefon 01577/3 80 81 61
www.bewegungsart-luebeck.de

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