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08:34 04.12.2020
Die Oldenburger Pastoren (v. l.): Ulf Teichmann, Andreas Gruben und Jörn Lauenroth vor der St. Johanniskirche. Foto: Bernd Gerwanski

Was für die kirchlichen Gemeinschaften im Advent und zu Weihnachten machbar ist 

Zu den Weihnachtsgottesdiensten drängen sich die Menschen in der Kirche. Familiengottesdienste sind besonders gut besucht, wenn ein Krippenspiel aufgeführt wird. „Das können dann schon 400 bis 500 Leute sein“, weiß Pastor Jörn Lauenroth aus Erfahrung.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Ulf Teichmann und Andreas Gruben von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Oldenburg versucht er, die diesjährigen Gottesdienste und Veranstaltungen im Advent und zu Weihnachten zu planen. Aber dieses Mal ist wegen der Coronamaßnahmen alles anders. Niemand vermochte im November schon absehen, wie die Situation in den letzten Tage vor Weihnachten sein mag.

„Die Planung ist eine echte Herausforderung“, betonen die drei Pastoren, die auch über Plan B, C oder D nachdenken müssen. „Nähe, Gemeinschaft und Singen, das alles ist schwierig“, sagt Jörg Lauenroth. „Und singen dürfen wir ja ohnehin nicht.“ Eine Grundidee sei, möglichst viel im Freien stattfinden zu lassen, erklären die Oldenburger Pastoren.

Denkbar sei ein Open-Air-Gottesdienst an Heiligabend um 15.30 Uhr vor dem Oldenburger Rathaus. Aber das werde man zunächst einmal mit der Stadt absprechen müssen. „Und wenn es möglich sein sollte, mit wie viel Leuten werden wir uns da treffen können“, überlegen die Pastoren. „Falls so ein Gottesdienst möglich sein sollte, werden wir auch ein Anmeldesystem brauchen.“


„Nähe, Gemeinschaft und Singen, das alles ist schwierig.“

Jörn Lauenroth
Pastor der EvangelischLutherischen Kirchengemeinde Oldenburg


Ganz sicher müsse ein Anmeldesystem und die Besucherzahlen für die Gottesdienste beachtet werden. Geplant ist: Heiligabend ein Spätgottesdienst um 22 oder 23 Uhr und am 1. Weihnachtstag ein Gottesdienst in der Kirche um 10.30 Uhr. Für den 2. Weihnachtstag würde die Gemeinde gerne zwei Kirchenkonzerte um 15.30 und 17 Uhr veranstalten.

Eine liebe Gewohnheit in Oldenburg sind die Auftritte Posaunenchors in der Stadt. „Wir würden gerne verschiedene Orte aufsuchen, zum Beispiel Pflegeheime“, berichtet Andreas Gruben. „Dort könnten die Bewohner dann ans Fenster kommen, den Posaunenchor sehen und hören. Im Moment versuchen wir zu klären, ob das möglich sein könnte.“

Immerhin: In der Adventszeit finden die sonntäglichen Gottesdienste wie immer um 10.30 Uhr statt. Hinzu kommen zusätzliche Gottesdienste mittwochs um 19 Uhr. Am zweiten Adventssonntag wird auch ein Impulsgottesdienst gefeiert: alles mit Anmeldung, alles unter Beachtung der Hygienemaßnahmen.

Erste Hinweise für die konkrete Situation könnte – abhängig vom Erscheinungsdatum – der Gemeindebrief geben. Sicherheit gibt aber möglicherweise erst die Internetseite der Kirchengemeinde, die aktuell informiert. Auch ein Anruf im Kirchenbüro gibt Aufschluss. Dort müssen sich die Besucher der Gottesdienste ohnehin anmelden.

Mit den Planungsfragen steht die Oldenburger Gemeinde nicht alleine da – alle Kirchengemeinden sind betroffen. Eine Nachfrage bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Heiligenhafen bestätigt das. „Wir alle machen uns Gedanken, was wir durchführen können“, betont Jochen Gawehns vom Kirchengemeinderat. „Gerne möchten wir im Rahmen des Gesundheitsschutzes die Gottesdienste durchführen. Was im Advent und zu Weihnachten stattfinden wird, können wir erst im Laufe der Tage bekanntgeben. Wir können den Menschen nur empfehlen, die aktuellen Informationen in der Presse zu verfolgen.“ bg
      

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