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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Rentenversicherung Nord verleiht kleinen Helden neue Kräfte
18:31 16.11.2020

Asthma, Neurodermitis, schweres Übergewicht oder andere chronische Krankheiten plagen bereits die Jüngsten. Chronische Erkrankungen können eine altersgerechte Entwicklung gefährden. Wenn Kinder und Jugendliche so krank sind, dass der Schulbesuch oder die Ausbildung beeinträchtigt werden und diese gesundheitlichen Einschränkungen Einfluss auf den späteren Beruf haben könnten, kann eine Rehabilitation (Reha) in Frage kommen. Die Reha der Deutschen Rentenversicherung dient dazu, dass Kinder und Jugendliche lernen, mit den Folgen ihrer Krankheit besser umzugehen. Eine Heilung ist bei diesen chronischen Erkrankungen oftmals gar nicht möglich. Ziel ist es deshalb, dass beispielsweise die Schule wieder regelmäßig besucht oder die berufliche Ausbildung ermöglicht wird.

Deutsche Rentenversicherung Nord

„Der wichtigste Bestandteil der Reha ist die altersgerechte Schulung des Kindes und die Einweisung des begleitenden Elternteils im Umgang mit der chronischen Krankheit“, sagt Dr. Nathalie Glaser-Möller, Reha-Expertin bei der Deutschen Rentenversicherung Nord. Dies helfe, mögliche negative Folgen der Krankheit zu mindern oder gar zu vermeiden. „Die Kinder lernen die Krankheit zu akzeptieren. Sie ist kein Makel“, führt Dr. Ines Gellhaus, Chefärztin der Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche, aus. Entscheidend sei, dass sich die emotionale Einstellung zur Krankheit während der Reha verändere. Nach einer meist vierwöchigen stationären Reha haben die Kinder und Jugendlichen Verhaltensweisen antrainiert, die sie später im Alltag unterstützen. „Kinder mit chronischen Erkrankungen werden für die besonderen Herausforderungen ihrer sozialen und schulischen Kontexte fit gemacht“, verdeutlicht Dr. Gellhaus. „Ihre Lebensperspektive soll sich mit oder trotz der chronischen Erkrankung nicht von der anderer Gleichaltriger unterscheiden.“


„Kinder mit chronischen Erkrankungen werden für die besonderen Herausforderungen fit gemacht.“


Eine Reha gibt es beispielsweise für Kinder mit chronischen Hauterkrankungen, Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, bei Diabetes, Allergien, Adipositas oder psychosomatischen Erkrankungen. Sofern das chronisch kranke Kind noch keine zwölf Jahre alt ist, kann es von der Mutter oder dem Vater begleitet werden. Sogar die Schule läuft weiter – die Kinder-Reha-Kliniken bieten Unterricht für schulpflichtige Kinder und Jugendliche in den Hauptfächern. Die Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung helfen bei Fragen gerne weiter. Sie sind telefonisch über die Kinder-Reha-Hotline der Deutschen Rentenversicherung Nord zu erreichen:

Deutsche Rentenversicherung Nord
Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr
Telefon 0451 / 485 25 999
E-Mail: kinderreha@drv-nord.de
www.drv-nord.de/kinderreha

Kinder-Reha

Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Antrag sind niedrig: Ein Elternteil muss in den vergangenen zwei Jahren vor dem Rehabilitationsantrag mindestens sechs Monate lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, eine allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben oder bereits Rentner sein. Haus- oder Kinderarzt helfen mit dem nötigen Befund für den Antrag. Die passende Klinik können die Eltern gemeinsam mit der Rentenversicherung aussuchen. Reise- und andere Kosten werden meist übernommen.

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