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Home Sonderthemen Ostholstein Sauber und gepflegt in die Garage
07:13 28.10.2020
Vor der Winterpause sollten lackierte und verchromte Flächen gepflegt werden. Foto: Silvia Marks/dpa

Viele gönnen ihrem Motorrad nun einen Winterschlaf. „Allerdings ist es nicht allein damit getan, das Motorrad in der Garage abzustellen oder im Freien mit einer Plane abzudecken“, sagt Michael Lenzen. Wer auf eine Grundreinigung verzichtet, muss im Frühjahr mit Rostbefall rechnen, mahnt der 1. Vorsitzende des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Lenzen empfiehlt dafür eine professionelle Waschbox, warnt aber vor dem unsachgemäßen Einsatz eines Hochdruckreinigers.

„Kleine Lackschäden oder sonstige Beschädigungen fallen bei der Handwäsche schneller ins Auge und können noch vor der Winterpause behoben werden“, sagt Hans-Joachim Kirchvogel, Motorradexperte des Auto Club Europa (ACE).

„Lackierte und verchromte Teile sollten mit Fahrzeugpolitur und Wachs behandelt werden, Korrosionsschutz garantiert zudem ein spezielles Öl“, sagt Lenzen. Allerdings dürfe dieses Öl nicht auf Bremsen oder Kunststoffteile gelangen. „Graphit-Öl wiederum hält die Schlösser leichtgängig, ein dafür ausgewiesenes Pflegemittel hält die Gummi- und Kunststoffteile geschmeidig.“ Ebenfalls Schmiermittel gönnen sollte man den Bowdenzügen und der Kette. Auch den Luftfilter sollte man reinigen oder ersetzen.

Ob man das Motoröl vor oder nach der Winterpause oder wechselt, ist eher eine Geschmacksfrage – bei den Motorradfahrern gibt es da in der Tat zwei Fraktionen. „Kontrollieren sollte man auch Kühlwasser, Kühlflüssigkeit, Frostschutz und die Bremsflüssigkeit“, sagt Lenzen.

Einen Blechtank füllt man besser mit Kraftstoff auf, um Rost zu verhindern. Ein Kunststofftank sollte eher leer sein, weil sonst Kraftstoffbestandteile durch den Kunststoff diffundieren können. Bei älteren Maschinen ohne Einspritzpumpe sollte man den Vergaser leeren – die Düsen verharzen so nicht durch die Verdunstung des Kraftstoffes.

Zum Schluss die Reifen. „Man sollte den Druck um 0,2 bis 0,5 bar erhöhen“, erklärt Kirchvogel. „Je weniger Aufstandsfläche die Reifen haben, desto geringer ist die Gefahr eines Standplattens.“ Besser: Die Maschine so aufbocken, dass beide Räder entlastet sind. dpa

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