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Home Themenwelten Gastro & Veranstaltungen Schönklang und Schmalz, Soul und „Stubenmusi“: Weihnachtsalben 2021
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23:01 27.12.2021
Fotos: Masterworks/Sony/dpa-Afp7-Sven Hoppe-Skull&Palms Recording/Warner

Es ist wie mit den Weihnachtsplätzchen im Oktober: Schon viele Wochen vor dem Fest liegen CDs und Vinylplatten mit besinnlichen Lieder stapelweise in den Läden. Keineswegs immer sind die bekanntesten Namen mit den besten Ergebnissen gleichzusetzen. Die Deutsche Presse-Agentur stellt einige neue Alben in alphabetischer Reihenfolge vor.

Till Brönner: Wenn einer der erfolgreichsten deutschen Jazzmusiker und weltbekanntesten Trompeter im Trio-Format Weihnachtslieder spielt, kommt kein überzuckerter Kitsch dabei heraus. Mit „Christmas“ schafft Till Brönner (50) das Kunststück, selbst „Silent Night/Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ seine eigene Note hinzuzufügen. Mit Frank Chastenier (Piano) und Christian von Kapphengst (Bass) gelingen dem Berliner elf Weihnachts-Kleinode – und zum berührenden Abschluss erklingt Heinz Rühmanns „La Le Lu“.

Broilers: Von ganz anderem Kaliber sind die „Santa Claus“-Lieder der Düsseldorfer Punkrocker. Sie sollen sicherstellen, „dass 2021 die Heilige Nacht weniger still wird als gewohnt“. Der Album-Einstieg auf Chartplatz 4 Mitte November lässt darauf schließen, dass demnächst so mancher Weihnachtsbaum wackelt. Zwölf Coverstücke, darunter die Klassiker „Driving Home For Christmas“ und „Feliz Navidad“, sowie zwei eigene Songs mussten diesmal dafür herhalten, die Festtage mit Punk-Lametta zu schmücken.

Kelly Clarkson: Wer mit Mariah Careys neuestem Weihnachts-Hit „Fall In Love At Christmas“ noch nicht ausreichend versorgt ist, der findet bei dieser mehrfachen Grammy-Gewinnerin ein gutes Dutzend Zugaben. Auf „When Christmas Comes Around...“ schmettert und jubiliert die 2002 als „American Idol“-Gewinnerin berühmt gewordene Sängerin so stimmgewaltig, als wolle sie die „Queen of Christmas“ vom Thron stoßen. Eine uramerikanische Mischung aus Swing und Schmachtfetzen, inklusive Promi-Gästen wie Ariana Grande und Chris Stapleton.

Norah Jones: Die 42-Jährige könnte mit ihrer leicht schläfrigen und grundsympathischen Stimme auch das Telefonverzeichnis von New York anmutig heruntersingen – umso schöner, dass sie weihnachtliches Liedgut aus fremder und eigener Feder bevorzugt hat. Das mit einer fabelhaften Band eingespielte „I Dream Of Christmas“ tänzelt zwischen Piano-Jazz, Swing und Folkpop. Wenn diese tolle Pianistin und Sängerin „White Christmas“ anstimmt, fehlt nicht mehr viel zum erträumten Weihnachtsglück (ohne Bild).

Jonas Kaufmann: Voriges Jahr war dem Super-Tenor mit „It’s Christmas“ ein hochseriöses Weihnachtsalbum gelungen. Nun gibt es einen Nachschlag: die Extended Edition inklusive sieben neuer Titel zur Konzerttournee im Dezember. Mit den Liedern habe er versucht, „einer Musikgattung Tribut zu zollen, die für mich, der ich in Bayern und Tirol aufgewachsen bin, sofort Weihnachtsstimmung auslöst: die alpenländische Stubenmusi“, sagt der 52 Jahre alte Opernstar.

Lucinda Williams: Wenn die Grande Dame der Alternative-Country-Musik des Blues und Folk ein Weihnachtsalbum einspielt, dann bleibt sie sich und ihrem rauen Sound treu: „Have Yourself A Rockin’ Little Christmas“ ist auch bei traditionellen Liedern ein Fest für die vom Leben gegerbte Stimme der 68-Jährigen, gefühlsduselig wird es nicht. Dass sie neben Tribute-Werken für Tom Petty, Bob Dylan und die Stones im Lockdown Stücke wie „Run Run Rudolph“ oder „Christmas In New Orleans“ auf ihre eigene Art aufnahm, war definitiv eine gute Idee (ohne Bild). dpa
  

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