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Home Themenwelten Gesundheit & Pflege Seebestattungen sind gefragt
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11:14 12.04.2021
Wer vorsorgt, kann selbst bestimmen, wie er bestattet werden möchte. Foto: hfr

Wir machen auf Wunsch alles, was nach dem Tod eines Menschen geregelt werden muss“, sagt Rainer Hopp, fachgeprüfter Bestatter und Inhaber des Bestattungsinstitutes Wilhelm Schmidt in Travemünde, des Bestattungshauses Peter Hopp am Timmendorfer Strand sowie des Bestattungsinstituts Beuck in Bad Schwartau und des Bestattungshaus Kücknitz.

Bestatter - Bestattungshaus Hopp

Wer einen Todesfall erfährt, ist in einer emotionalen Ausnahmesituation. Hopp und seine Mitarbeiter übernehmen alle formalen und organisatorischen Schritte. Mit einer Bestattungsvorsorge kann der Vorsorgende zudem genau regeln, wie er sich seine eigene Bestattung vorstellt. „Wir haben schon zahlreiche Verträge abgeschlossen“, sagt Hopp. Es kostet aber Überwindung, die Bestattung zu thematisieren. „Doch ich stelle immer wieder fest: Später sind sogar die Angehörigen erleichtert, wenn vorher schon alles geregelt wurde“, sagt Hopp. Durch das Treuhandkonto ist das Geld auch im Fall einer Insolvenz gesichert.

Die Bestatter organisieren Erd-, Feuer- oder Seebestattung, im Friedwald oder Ruheforst. „Seebestattungen werden sehr häufig gewünscht“, erläutert Hopp. Dazu wird im Anschluss an die Feuerbestattung die Asche in eine seegerechte Urne gefüllt. Es stehen mehrere Beisetzungsschiffe zur Verfügung, die mit zwölf bis zu 40 Personen in die Lübecker Bucht hinausfahren. Außerhalb der Drei-Meilen-Zone wird die Urne mit einer seemännischen Zeremonie der Ostsee übergeben.

Zusätzlich kümmern sich die Mitarbeiter um die professionelle Versorgung der Verstorbenen und die Organisation der Trauerfeier. „Wir beschäftigen in unserem Unternehmen Fachkräfte und haben schon seit einigen Jahren ein Qualitätsmanagement eingeführt, das durch unabhängige Prüfer in regelmäßigen Abständen zertifiziert wird“, sagt Rainer Hopp.

Bestattungsinstitut Beuck
Rantzauallee 59
23611 Bad Schwartau
Tel. 0451 / 2 17 28


Schulden werden vererbt

Wann es besser ist, das Erbe auszuschlagen

Eine Erbschaft macht nicht immer reich: Hatte der Verstorbene Schulden, gehen diese auf die Erben über. Dann sollte man die Hinterlassenschaft lieber ablehnen – das Erbe ausschlagen. Wer Schulden erbt, haftet dafür mit seinem Vermögen.

Stirbt ein Mensch und hat er ein Testament hinterlassen, schickt das Nachlassgericht den Erben eine beglaubigte Kopie und das Protokoll über die Eröffnung des Testaments. Das Nachlassgericht ist in der Regel das Amtsgericht der Stadt, in der der Verstorbene zuletzt gewohnt hat.

Erben, die ein Erbe ausschlagen möchten, müssen gegenüber dem Nachlassgericht die Erbausschlagung erklären. Wer diese zuhause verfasst, muss dann seine Unterschrift bei einem Notar beglaubigen lassen.

Erben haben sechs Wochen Bedenkzeit, sobald sie das Gericht informiert hat. Gibt es kein Testament, läuft die sechswöchige Frist ab, sobald die Angehörigen vom Tod des Erblassers erfahren haben. Mehr Zeit bleibt den Erben, wenn der Erblasser im Ausland lebte oder die Erben selbst außerhalb Deutschlands sind.

Ob man das Erbe nun annimmt oder ausschlägt – man kann seine Meinung später wieder ändern. Das geht aber nur aus gutem Grund. Erben können die Erklärung der Erbausschlagung etwa anfechten, wenn sie nicht über den ganzen Nachlass informiert waren.

Manchmal werden die Angehörigen erst nach zehn Jahren auf eine Erbschaft aufmerksam. Der Staat ist dann längst als Zwangserbe eingesprungen. Wenn der Staat ein Erbe übernimmt, weil er keine Erben ausfindig machen kann, ist er verpflichtet, das Vermögen des Verstorbenen herauszugeben, wenn sich doch noch Erben melden. Diese stellen dafür einen Erbscheinsantrag beim Nachlassgericht.

Wenn der Nachlass die Schulden nicht deckt, kann der Erbe die Haftung für die Schulden auf den Nachlass beschränken. Dann werden die Verbindlichkeiten des Erblassers nur daraus beglichen. Der Erbe kann die Haftung auf den Nachlass beschränken, indem er beim Nachlassgericht die Nachlassverwaltung beantragt. Das Gericht bestellt nun einen Nachlassverwalter, der den Nachlass in Besitz nimmt und die Schulden reguliert. Die Nachlassverwaltung wird nur angeordnet, wenn eine für die Kosten des Verfahrens ausreichende Nachlassmasse vorhanden ist. Andernfalls kann der Erbe gegenüber den Gläubigern des Erblassers die Dürftigkeitseinrede erheben. Dabei muss der Erbe noch vorhandene Nachlassgegenstände an die Gläubiger herausgeben. Eine persönliche Haftung kann er dadurch vermeiden. dav
   

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