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13:32 20.08.2021
Den Schallschutz sollte man früh berücksichtigen, damit das Traumhaus eine Ruheoase bleibt. Foto: Soltkahn AG.

Wer sich ein Haus im Grünen baut, freut sich nicht nur auf die eigenen vier Wände und die frische Luft, sondern auch auf die Ruhe. Doch steigender Verkehrslärm oder dichtere Bebauung können schnell zum Alptraum werden. „Bauherren sollten bereits bei der Planung ihres Traumhauses an den Schallschutz denken“, sagt Architekt Tassilo Soltkahn.

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Schall entsteht durch Luftmoleküle, die in Schwingung geraten und diese in der Luft, aber auch in festen Körpern und Wasser an benachbarte Teilchen weitergeben. Während eine normale Unterhaltung bei 50 Dezibel stattfindet, beträgt die Lautstärke mittelstarken Verkehrslärms etwa 80 Dezibel. Die Schmerzgrenze liegt bei durchschnittlich 115 Dezibel.

Schwere Bauteile lassen sich schwerer in Schwingung versetzen als leichte und können damit dem Schall die Möglichkeit nehmen, sich weiter zu verbreiten. Allerdings dämmen sie höhere Frequenzen besser als tiefe mit einer großen Wellenlänge. Leichte Bauteile wie Fenster lassen sich durch mehrschalige Konstruktionen in Sachen Schallschutz verbessern. „Bei einem Bau in besonders lauten Gebieten sollte dennoch auf große Fensterflächen verzichtet werden“, sagt Soltkahn.

Auch innerhalb des Hauses, besonders bei offenen Grundrissen, gilt es auf Schallschutz zu achten. „Hier spielen schalldämmende Materialien eine Rolle. Insbesondere, wenn sich zwischen dem lauten Wohnbereich und einem ruhebedürftigen Schlafzimmer kein trennender Flur befindet“, erklärt der Architekt. Daher müssen bei der Konstruktion Schwachstellen durch sogenannte Schallbrücken vermieden werden. Sie können entstehen, wenn schalltechnisch minderwertige Bauteile verwendet werden oder wenn in den Zwischenraum von Trennwänden kleine Steinchen oder Mörtelreste fallen, die so eine Schallbrücke bilden und die Dämmung zunichtemachen.

Um auch Balkone oder Terrassenbereiche in eine Ruhe-Oase zu verwandeln, können Teilüberdachungen zum Einsatz kommen. Vordächer verhindern ein Auftreffen des Schalls auf Fensterflächen. „Auch bei der Wahl eines geeigneten Daches gilt es einiges zu bedenken. Ein Flachdach ist dahin gehend sehr gut geeignet, dass es als Gründach fungieren kann“, sagt Soltkahn. Harte Dachflächen wie Ziegel oder Beton reflektieren den auftreffenden Schall. Pflanzenoberflächen absorbieren den Schall und können die Reflexion um bis zu drei Dezibel minimieren. 
   

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