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Home Sonderthemen Stormarn Sichere Grundrissplanung
11:51 09.10.2020
Je genauer sich der Bauherr sein neues Zuhause vorstellen kann, desto zufriedener ist er langfristig mit seinem Grundriss. Foto: BDF/Fingerhut Haus

Die Grundrissplanung ist eine der wichtigsten Aufgaben vor dem Hausbau. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) gibt Bauherren Gedankenstützen zur Gestaltung eines komfortablen Grundrisses.

Individuelle Raumaufteilung, passende Raumgrößen

Ein wesentlicher Nutzen der Grundrisszeichnung ist das Veranschaulichen der Raumaufteilung und Raumgrößen. Im Obergeschoss können Dachschrägen die Flächennutzung einschränken. Gut zwölf Quadratmeter und eine freie, raumhohe Wand mit über drei Metern Länge für den Kleiderschrank sind im Schlafzimmer sinnvoll. Im Kinderzimmer darf es ruhig mehr Fläche zum Spielen sein, während ein geräumiges Familien-Badezimmer auf zehn Quadratmeter passt.

„Im Erdgeschoss entscheiden sich viele Bauherren heute für einen offenen Grundriss, also einen fließenden Übergang des Koch-, Ess- und Wohnbereichs. Dieser offene Bereich macht mit meist den Löwenanteil des Hauses aus“, sagt BDF-Sprecher Christoph Windscheif. Bauherren sollten Platz für die Haustechnik, den Abstellraum und Verkehrswege wie Flur und Treppe einplanen. Rund um den Sicherungskasten ist zudem ein Sicherheitsabstand vorgeschrieben.

Platzierung von Fenstern, Küche & Co.

Die Anordnung von Fenstern und Türen gehört ebenfalls zur Grundrissplanung. Das neue Eigenheim sollte ausreichend Tageslicht ins Hausinnere lassen. Gleichwohl sollten Bauherren bedenken, dass sie Stellfläche vor fensterlosen Wänden brauchen. „Daher ist es vor der Grundrissplanung sinnvoll, Einrichtungsideen und Alltagsabläufe durchzugehen“, rät Windscheif.

Die Platzierung von Steckdosen, Licht- und Rollladenschaltern sowie Thermostaten macht eine weitsichtige Planung erforderlich. Bei Innentüren sollte deren Öffnungsrichtung beachtet werden, damit Durchgänge passierbar bleiben. Auch müssen der Bauordnung entsprechende Rettungswege eingeplant werden.

Flexibles Wohnen

Mit Blick auf das Älterwerden sollten Bauherren auf die Flexibilität ihres Grundrisses achten: Lässt sich etwa ein Kinderzimmer aufteilen, wenn weiterer Nachwuchs ins Haus steht? Was passiert mit dem Haus, wenn es die Kinder einmal verlassen: Lässt es sich in zwei separate Wohneinheiten unterteilen, von denen eine barrierefrei und damit für das Älterwerden in den eigenen vier Wänden geeignet ist? „So euphorisch junge Familien in der Planung ihres Traumhauses sind, so weitsichtig sollten sie auch sein“, sagt Windscheif. BDF/FT

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