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Home Sonderthemen Wochenspiegel Sicherheit für Hab und Gut
07:47 15.06.2020
Soweit sollte ein Einbrecher erst gar nicht kommen. Foto: Sinan Muslu - stock.adobe.com

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind besorgniserregend hoch - zugleich nehmen die vollendeten Fälle stetig ab. Der Anstieg der Zahl gescheiterter Versuche ist nach Angaben der Polizei auf den verstärkten Einsatz von Sicherheitstechnik zurückzuführen. „Inzwischen werden 45 Prozent aller Einbruchsversuche durch vorhandene Sicherheitstechnik verhindert, diese Investition lohnt sich also nachweislich“, betont Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e. V. Was oft vergessen werde: In jedem Haushalt gebe es für Langfinger lohnende Wertsachen, die sich schnell zu Geld machen lassen. „Schlimmer als der materielle Verlust sind aber die psychischen Folgen. Viele Opfer leiden noch lange unter Angstzuständen, Nervosität und Albträumen“, verdeutlicht Brauer.

Alarmanlagen durch den Profi einbauen lassen

Kommen Einbrecher nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten ins Gebäude, brechen sie die Tat in der Regel ab. Einbruchhemmende Fenster und Türen sind deshalb ein Basisschutz. Es erfolgt aber keine Meldung des Einbruchsversuchs. Eine moderne Alarmanlage dagegen überträgt automatisch eine Alarmmeldung an eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle. „Die wenigsten Einbrecher sind Profis, sie werden von einer Alarmanlage meist von vornherein abgeschreckt oder beim Einbruchsversuch in die Flucht geschlagen“, sagt Urban Brauer. Im Idealfall werde der Täter noch vor Ort angetroffen und festgenommen. Umfassende Hinweise auf Gefahrenquellen und Tipps rund um den Einbruchschutz gibt es unter www.sicheres-zuhause.info. Die neutrale Infoplattform zeigt, wie man Haus und Wohnung effektiv sichern kann und was im Schadensfall zu tun ist. Die Beratung, Planung und Einrichtung einer Alarmanlage sollte stets durch eine qualifizierte Fachfirma erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht jede Vorrichtung wirkungslos.

Hier fünf wichtige Tipps im Überblick:

1. Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss ziehen, sondern abschließen. Auch die Fenster schließen. Gekippte Fenster sind offene Fenster.

2. Bei längerer Abwesenheit: Lampen, Radio usw. über eine Zeitschaltuhr regelmäßig an- und ausschalten und den Briefkasten vom Nachbarn leeren lassen. Das täuscht Anwesenheit vor.

3. Herkömmliche Türen und Fenster gegen speziell einbruchhemmende austauschen oder zumindest mit Zusatzsicherungen nachrüsten.

4. Alarmanlagen wirken abschreckend und helfen, den Täter inflagranti zu schnappen. 5. Fachfirmen beraten kostenlos zu Schwachstellen sowie Schutzmaßnahmen und erstellen ein unverbindliches Angebot. djd

Weitere Informationen

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind besorgniserregend hoch - zugleich nehmen die vollendeten Fälle stetig ab. „Inzwischen werden 45 Prozent aller Einbruchsversuche durch vorhandene Sicherheitstechnik verhindert, diese Investition lohnt sich nachweislich“, so Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e. V. Wichtig sei eine Kombination mechanischer und elektronischer Komponenten: „Einbruchhemmende Fenster und Türen sind ein Basisschutz. Moderne Alarmanlagen übertragen zudem automatisch eine Alarmmeldung an eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle.“ Eine Alarmanlage sollte von einer Fachfirma installiert werden. Adressen und mehr Infos zum Thema gibt es unter www.sicheres-zuhause.info.

Schmuck und Uhren, Familienerbstücke, wichtige Dokumente: All das braucht einen diebstahlsicheren Aufbewahrungsort. Viele entscheiden sich für ein Bankschließfach. Um finanzielle und ideelle Werte zuverlässig vor Risiken wie einem Einbruch zu schützen, entscheiden sich andere für ein Bankschließfach. Das ist zwar sicher, hat aber ebenfalls einige Nachteile - von der jährlichen Miete für das Schließfach bis hin zu den Kosten für eine Versicherung, die oft zusätzlich abzuschließen ist. Eine Alternative zum Wertfach bei der Bank ist ein Tresor im eigenen Zuhause. Vorausgesetzt, er erfüllt grundlegende Sicherheitskriterien. Tresore gibt es in großer Auswahl und in unterschiedlichen Preiskategorien. Vermeintliche Schnäppchen halten allerdings häufig nicht das, was sie versprechen. Tests etwa der Versicherer haben gezeigt, dass manche Billigmodelle binnen weniger Sekunden zu knacken sind. Verbraucher, die sich für einen Tresor interessieren, sollten daher auf unabhängige Tests und Prüfplaketten zum Beispiel der VdS Schadenverhütung oder des ECB-S achten. Entscheidend ist dabei die Norm EN 1143-1.

Erhältlich sind die robusten Wertschutzschränke als Standmodelle oder als Möbeltresore, die unauffällig in Einbauschränke im Homeoffice oder im Wohnbereich integriert werden können. djd

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