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Home Sonderthemen Lauenburg Silikonharz dichtet die Mauer ab
11:57 17.04.2020
Vor allem ältere Häuser sind durch fehlende oder schadhafte Horizontalsperren von feuchten Kellerwänden betroffen. Foto: Veinal

Vor allem Besitzer älterer Häuser kennen das Problem feuchter Keller. So auch Julia und Patrick Wagner. „Als wir Schimmel und Putzabplatzungen mit Salzablagerungen hinter einem Kellerregal entdeckten, mussten wir handeln.“

Die Ursache der feuchten Wände war eine schadhafte Horizontalsperre. So konnte das Wasser aus dem Boden in die Wände eindringen und durch die Kapillarwirkung nach oben steigen. Salze, die mit dem Wasser ins Mauerwerk transportiert werden, zerstören den Fugenmörtel und lassen Innen- und Außenputz abplatzen. Langfristig kann sogar die Standfestigkeit des Hauses beeinträchtigt werden.

Doch die Kellerwände mussten nicht wie befürchtet aufwendig freigelegt und abgedichtet werden, es gab eine kostengünstigere Alternative: das Injektionsverfahren mit Silikonharzsystem. Dabei wird über Bohrkanäle eine niederviskose, extrem kriechfähige Silikonharzlösung ins Mauerwerk injiziert. Innerhalb von 24 Stunden entsteht eine porenauskleidende Schicht aus polymerem Silikonharz, die als neue Horizontalsperre fungiert. Das Mauerwerk trocknet und ist vor aufsteigender Nässe geschützt.

Mehrere Untersuchungsberichte, etwa vom Amt für Materialprüfung der TU München und vom Institut für Bauforschung Aachen, bestätigen die Wirksamkeit des Verfahrens. Ohne Vorbehandlung des Mauerwerks konnte bei der drucklosen Injektion eine Reduktion der Feuchtigkeit von nahezu 100 Prozent (im Mittel 99 Prozent) bei den Prüfkörpern nachgewiesen werden. Infos unter www.veinal.de.


Der Tod kommt nach einem lauen Frühlingstag. Denn wenn nachts die Temperaturen noch mal in den Minusbereich abgleiten, schadet das vielen Pflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Man spricht von Spätfrösten oder Frühlingsfrösten. Pflanzen treiben von der Frühlingssonne angeregt aus, manches blüht sogar schon. Daher können Spätfröste gerade im Obst-, Gemüse- und Weinbau Schäden verursachen.

Frostempfindliche Pflanzen werden am besten erst nach der Spätfrostphase in den Boden gesetzt. Kälteempfindliche Topfpflanzen kommen erst ins Freie, wenn es warm genug ist. Zeitweise sollten sie wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies warm eingepackt werden.

Das Ende der Spätfrost-Gefahr markieren traditionell die „Eisheiligen“. Das sind die Gedenktage im Mai zu Ehren einiger Heiliger, – statistisch kommen dann kaum noch Minusgrade vor. Die Eisheiligen sind aber nur eine grobe Orientierungshilfe. dpa

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