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10:50 23.03.2021
Nutzen sollte man soziale Kontakte so oft wie möglich. Das Klönschnack am Gartenzaun, ein Telefonat mit Freunden oder die regelmäßige Teilnahme in einem Verein halten den Geist fit. Foto: DariaChich - stock.adobe.com

Der Plausch mit dem Nachbarn ist wichtiger als viele glauben. Wer sich einigelt, könnte schneller altern.

Sich erinnern, orientieren und konzentrieren zu können, sind Voraussetzungen, um alltägliche Aufgaben zu meistern. Wer geistig fit ist, kann selbstständiger leben. Allerdings gehen geistige Fähigkeiten teilweise rascher verloren, je weniger aktiv und je älter wir sind, warnt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Selbst wenn jemand schon sehr alt oder hilfebedürftig ist, sollten die „grauen Zellen“ aktiviert werden: „In vielen Fällen ist es möglich, geistige Fähigkeiten zu erhalten oder zu verbessern“, sagt Daniela Sulmann, Pflegeexpertin vom ZQP. Besonders wichtig, um das Gehirn fit zu halten, sind geistige und körperliche Betätigungen sowie soziale Kontakte. Als geistiges Training für ältere Menschen gut geeignet sind zum Beispiel Knobe- lund Denkaufgaben sowie Gesellschaftsspiele, bei denen überlegt und eine Strategie entwickelt werden muss. „Aber auch Alltagsaufgaben, wie Kopfrechnen beim Einkaufen, Postkarten schreiben oder gemeinsames Zeitungslesen fördern geistige Fähigkeiten“, so Sulmann.

Auch körperliche Aktivitäten – insbesondere Koordinationsübungen wie sie zum Beispiel beim Tanzen oder auch bei Ballspielen stattfinden – sorgen für nützliche Netzwerke im Gehirn. Organisierte Angebote des Seniorensports mit unterschiedlichen Anforderungen – von der Turngruppe bis zur Sitzgymnastik oder Rollator-Übungen – bestehen in vielen Orten. „Auch wenn der Körper keinen Sport mehr zulässt, sollte trotzdem so viel Bewegung wie möglich gefördert werden. Für pflegebedürftige Menschen kann dies heißen, einen Spaziergang zu machen oder einige Treppenstufen zu gehen, genauso wie sich weitestgehend selbst zu waschen oder anzuziehen“, führt Daniela Sulmann aus.

Regelmäßige soziale Kontakte spielen ebenfalls eine große Rolle für den Schutz geistiger Fähigkeiten. Für pflegebedürftige Menschen kann es wichtig sein, dass sie jemand dabei unterstützt. Das kann das Organisieren häuslicher Besuche sein oder die Hilfe, um zum Beispiel im Chor oder einem Verein aktiv zu sein. Auch die Sicherstellung, dass das Telefon oder eventuell weitere Kommunikationsgeräte von der pflegebedürftigen Person selbstständig genutzt werden können, gehört dazu.

Mehr zum Thema „Geistige Fitness fördern“ sowie zu anderen Präventionsthemen in der Pflege gibt es auf dem Online-Portal der gemeinnützigen Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

http://pflege-praevention.de
    

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