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20:22 08.04.2020
Um Schäden an der Anlage zu vermeiden, sollten Solarmodule bedarfsweise vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt werden. Foto: schanz/djd

Es klingt paradox: Solarmodule sollten zeitweise vor Sonneneinstrahlung sogar geschützt werden. Denn wird die Wärme nicht kontinuierlich genutzt, können Schäden entstehen. Beschattungs-Experte Steffen Schanz erklärt:

„Die meisten Solarthermie-Anlagen sind für den Sommer zu groß. Die Heizungsanlage ist dann nicht in Betrieb und es wird in der Regel kühler geduscht. Doch gerade im Sommer, wenn weniger Wärme benötigt wird, ist der Ertrag einer Solarthermie-Anlage am höchsten.“ Dazu kommen die immer heißeren Sommer mit immer intensiverer Sonneneinstrahlung.

Hat der Pufferspeicher die Maximaltemperatur erreicht, wird die Wärme aus den Kollektoren nicht mehr abgeführt. Die Kollektoren heizen sich immer weiter auf, was die einzelnen Komponenten stark belastet. Isolierungen und Dichtungen werden porös und die Trägerflüssigkeit zersetzt sich. Die Anlage altert schneller, die Instandhaltungskosten steigen. „An der Anlage entstehen dann Temperaturen von über 100 Grad, auch an Rohrleitungen drohen Schäden durch das zu warme Wasser“, warnt Schanz.

Mit nachrüstbaren Solaranlagenbeschattungen lässt sich die Sonneinstrahlung maßvoll dosieren. Wie bei einem Fenster liegen die Alu-Rollläden über den Kollektoren. Sie lassen sich je nach Sonneneinstrahlung und Wärmebedarf runter- und hochfahren sowie individuell steuern. Man kann so etwa von drei Kollektoren nur einen oder zwei Wärme erzeugen lassen. In der Urlaubszeit, wenn die Wärme gar keinen Abnehmer findet, sollten die Rollläden ganz geschlossen bleiben. Die Rollladensysteme schützen zudem auch vor Hagel. dj
  

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