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Home Sonderthemen Gesamtausgabe Sparkasse zu Lübeck: Gutes tun und Geld verdienen
10:32 13.11.2020
Ein junges Pflänzchen wächst heran: Nachhaltige Geldanlagen werden für viele Menschen zunehmend wichtiger. Nach Ansicht der Experten ist neben den positiven Auswirkungen auf die Umwelt auch eine zufriedenstellende Rendite zu erzielen. Fotos: pa/Arthon - stock.adobe.com

Ökostrom, Aufforstung und nachhaltiges Firmenkonzept – wer in nachhaltige Aktien- oder Rentenfonds investiert, möchte mit seinem Geld etwas Gutes bewirken. Während diese Art der Anlage vor 20 Jahren noch als renditeschwache Option für Idealisten galt, hat sich das Blatt inzwischen gewendet.

„Nachhaltige Anlagen sind konventionellen Produkten in puncto Rendite mittlerweile gleichwertig, in naher Zukunft werden sie sogar im Vorteil sein“, ist sich Oliver Stüven, Leiter des Bereichs „Private Banking“ bei der Sparkasse zu Lübeck AG, sicher.

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit?

Ab kommenden Mai verpflichtet die Bundesregierung deutsche Banken dazu, ihre potenziellen Anleger zu befragen, welchen Stellenwert das Thema Nachhaltigkeit für sie hat. Für die Lübecker Sparkasse ist dieses Vorgehen bereits seit August 2020 gängige Praxis. „Wir stellen dabei ein großes Interesse bei unseren Kunden fest“, sagt Sven Nagrodzki, Leiter Marktbereich Geschäftsstellen.

Sven Nagrodzki (v. li.) und Oliver Stüven von der Sparkasse zu Lübeck AG wissen, wie richtig angelegtes Geld Gutes bewirken kann.
Sven Nagrodzki (v. li.) und Oliver Stüven von der Sparkasse zu Lübeck AG wissen, wie richtig angelegtes Geld Gutes bewirken kann.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch was bedeutet dieser Begriff überhaupt in Hinblick auf die Geldanlage? Eine Orientierung liefern die sogenannten ESG-Kriterien. Als nachhaltig gilt ein Unternehmen, das in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) gut aufgestellt ist. Plakativ gesagt: Atomkraft, Drogen, Waffenhandel oder Kinderarbeit sind klare Ausschlusskriterien.

Doch die Realität ist nicht immer schwarz und weiß. Längst nicht alles, wo Nachhaltigkeit draufsteht, ist es auch. „Bei E-Autos ist zum Beispiel die Herkunft der Rohstoffe aus umwelttechnischen und ethischen Gründen problematisch. Die spätere Entsorgung verursacht immense Kosten. Als Zwischenschritt zum Wasserstoffauto kann die E-Mobilität aber eine wichtige Rolle spielen“, sagt Oliver Stüven.

Der Finanzexperte fordert daher eine differenzierte Sichtweise. Und es gibt durchaus auch Beispiele für „investierbare Unternehmen“, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen – etwa Microsoft. Der weltweit zweitgrößte Anbieter von Cloud-Lösungen betreibt bereits heute 60 Prozent seiner Rechenzentren mit erneuerbarer Energie. Angestrebt sind 100 Prozent.

Als Teil des weltweit größten Bankenverbands arbeitet die Sparkasse zu Lübeck eng mit dem hauseigenen Fondsanbieter Deka Investments zusammen. Dieser hat eine nachhaltige Ausrichtung im Rahmen der ESG-Kriterien seit 2015 in seiner Geschäftsstrategie verankert. Genau wie bei konventionellen Geldanlagen liegt den nachhaltigen Deka-Fonds das „Magische Dreieck“ zugrunde. Rendite, Sicherheit und Liquidität sind die drei Eckpunkte, die nun durch Nachhaltigkeit ergänzt werden.

Positive Auswirkungen durch Impact Investment

„Wir schauen in alle Richtungen und unterbreiten Vorschläge. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Risiko er eingehen möchte und wie wichtig ihm Nachhaltigkeit ist“, sagt Sven Nagrodzki. Wer dem Thema einen großen Stellenwert beimisst, kann durch „Impact Investment“ sein Geld in Unternehmen oder Fonds anlegen, die mit ihrem Handeln positive Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft erzielen.

Finanzexperten sind sich einig: Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben und die Nachfrage bei nachhaltigen Anlageprodukten von Klein- und Großanlegern steigen – egal, ob es um Aktien, Anleihen oder Immobilien geht. „Die Corona-Krise dient gewissermaßen als Katalysator, der diese Entwicklung beschleunigt. Denn in einer existenzbedrohenden Situation ist ein nachhaltiges Geschäftsmodell für Unternehmen umso wichtiger“, sagt Stüven.

Schon ab 25 Euro monatlich lässt sich bei der Sparkasse nachhaltig investieren. „Das Thema ist sehr komplex und lässt sich nicht mit zwei Klicks im Internet lösen. Gerne stehen wir Interessierten in einem persönlichen Gespräch zur Seite. Es lohnt sich“, sagt Sven Nagrodzki. pa 


Sparkasse zu Lübeck AG
Breite Straße 18-28
23552 Lübeck
Tel. 0451/ 147-147
www.spk-luebeck.de

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