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Home Sonderthemen Lauenburg Steuern 2020 Schleswig-Holstein: Das ändert sich in diesem Jahr
01:00 24.02.2020
Gesundheitsleistungen für Arbeitnehmer sind für den Arbeitgeber künftig bis zu einer Höhe von 600 Euro pro Person steuer- und sozialversicherungsfrei. Foto: vegefox.com

Das Jahr 2020 beginnt mit vielen Steueränderungen. „Privatpersonen und Unternehmer sollten gewappnet sein, um steuerliche Fallstricke zu vermeiden“, so die Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein.

Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand

Die Verpflegungspauschale erhöht sich bei 24-stündiger Abwesenheit von 24 Euro auf 28 Euro. Bei mehr als achtstündiger Abwesenheit sowie am An- und Abreisetag von mehrtägigen Abwesenheiten erhöht sie sich von zwölf Euro auf 14 Euro. Ferner wurde ein Pauschbetrag für Berufskraftfahrer eingeführt. Mehraufwendungen, die Mitarbeitern bei einer mehrtägigen beruflichen Tätigkeit entstehen, wenn sie im Kraftfahrzeug des Arbeitgebers übernachten, werden mit acht Euro pro Kalendertag abgegolten. Der Nachweis höherer Kosten bleibt möglich.  

Neue Pauschalbesteuerung für Jobtickets

Der Arbeitgeber kann mit dem Arbeitnehmer eine Gehaltsumwandlung von laufendem Gehalt in das Gehaltsextra Jobticket vereinbaren und darf dafür die Steuer mit pauschal 25 Prozent übernehmen. Dies gilt für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Zusätzlich sind diese Bezüge sozialversicherungsfrei.

Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers

Es ist eine erweiterte Steuerbefreiung für Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers vorgesehen, die der Verbesserung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern dienen sollen. Auch eine Förderung von Sprach- und Computerkursen durch den Arbeitgeber wird nun anerkannt.

Neuregelung der 44-Euro-Freigrenze

Gutscheine und Geldkarwten bleiben nur noch dann steuerlich unberücksichtigt, wenn sie zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt werden und die Karten keine Barzahlung- oder Wandlungsfunktion in Geld haben. Sie dürfen nur zum Bezug von Waren und Dienstleistungen berechtigen.

Arbeitgeberleistungen für Gesundheitsförderung

Der Förderhöchstbetrag je Arbeitnehmer und Jahr beträgt nun 600 Euro. Bis zu diesem Betrag sind die Leistungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei.

Förderung der E-Mobilität

Die Förderung von Elektrofahrzeugen ist erweitert worden. So sind E-Nutzfahrzeuge und E-Lastenfahrräder im Jahr der Anschaffung durch eine zusätzliche Sonderabschreibung von 50 Prozent der Anschaffungskosten begünstigt. Zudem wird eine neue Möglichkeit zur Pauschalierung der Lohnsteuer eingeführt, wenn einem Arbeitnehmer zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn unentgeltlich oder verbilligt ein betriebliches Fahrrad übereignet wird. Werden Elektrofahrzeuge als Dienstwagen genutzt, gibt es eine weitere Vergünstigung durch Herabsetzung der Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Privatnutzung auf ein Viertel ihrer Anschaffungskosten.

Anhebung der Kleinunternehmergrenze

Die Kleinunternehmergrenze befreit kleine Unternehmen von der Umsatzsteuer und damit auch von der Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Die Umsatzgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen, sind seit 1. Januar 2020 auf unter 22 000 Euro angehoben worden.

Frist zur Aufrüstung elektronischer Kassen

Die Frist zur Aufrüstung elektronischer Kassen ist bis zum 30. September 2020 verlängert. stbk  


Nordrhein-Westfalen hatte 2019 die schnellsten Finanzämter Deutschlands. Das geht aus der Datenerhebung der Online-Steuererklärung Lohnsteuer-kompakt.de hervor. 47 Tage beträgt im Durchschnitt die Bearbeitungsdauer. Vorjahres-Sieger Saarland landete 2019 mit einer Bearbeitungsdauer von 48,8 Tagen auf dem zweiten Platz. Am längsten müssen Steuerpflichtige in Schleswig-Holstein mit 61,2 Tagen sowie Hessen und Thüringen mit je 61,5 Tagen auf eine mögliche Steuererstattung warten.

Der bundesweite Schnitt liegt bei 54,7 Tagen und ist somit 1,4 Tage schneller als im Vorjahr. Dennoch hat sich die Bearbeitungszeit im Vergleich zum Jahr 2015 um 2,2 Tage verlangsamt. dpa
   

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