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Home Sonderthemen Stormarn Einbrecher steigen oft über Fenster ein
12:02 11.10.2019
Manchmal haben es Einbrecher ganz leicht bei ihrer Arbeit. Foto: hfr

Um sinnvollen Einbruchschutz zu betreiben, gilt es die Schwachstellen an Häusern zu erkennen. „Hausbewohner sollten diese Schwachstellen zusätzlich sichern. Polizei und Bundesverband Sicherheitstechnik empfehlen die sinnvolle Kombination von mechanischen und elektronischen Sicherheitskomponenten“, sagt Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Blockalarm GmbH.

Haus- und Wohnungseingangstüren

Haustüren von Einfamilienhäusern verfügen in der Regel über hohe Sicherheitsstandards und stellen nur selten einen Einstiegsweg für Einbrecher dar. Damit jedoch im Ernstfall die Versicherung mögliche Schäden übernimmt, gilt es die Türen immer zweimal abzuschließen. Intelligente Schließsysteme und Zutrittskontrollen, auch in Verbindung mit Alarmanlagen, bilden einen modernen Schutz für Haustüren. In Mehrfamilienhäusern hingegen dringen Einbrecher häufig über Wohnungseingangstüren ein. Zutritt zum Haus verschaffen sich die Eindringlinge dabei über die Haustür, indem sie warten, bis jemand das Haus verlässt.

Balkon-, Terrassen- und Kellertüren: Alle Arten von Nebeneingangstüren stehen für Einbrecher im Fokus. Diese verfügen häufig nur über einfache Beschläge sowie Verriegelungen. Zusatzschlösser oder hochwertige Beschläge lassen sich nachträglich anbringen. Bei Balkontüren in höher gelegenen Stockwerken sollten Bewohner nicht nachlässig agieren. Gibt es Klettermöglichkeiten wie Regenfallrohre, Carports oder Pflanzenrankgitter, stellen diese Türen ebenso beliebte Einstiegswege dar.

Fenster: Auch Fenster gilt es unbedingt zu sichern – selbst kleine Toilettenfenster nutzen manche Einbrecher für den Einstieg. Beim Einbau neuer Öffnungen sollten Hausherren direkt auf Ausführungen mit Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3 bestehen und diese von Fachkräften ordnungsgemäß montieren lassen. Für schon bestehende Fenster gibt es Nachrüstungsmaßnahmen. Die mechanische Sicherung bietet in Kombination mit einer Alarmanlage guten Schutz vor Einbrechern.


Garagen- und Gartentore: Gibt es zwischen Garage und Wohnung eine Verbindungstür, die sich leicht überwinden lässt, bilden diese und das Garagentor eine weitere Schwachstelle. Auch dort lässt sich nachrüsten. Schwer einsehbare Bereiche können mit Bewegungsmeldern und Kameras gesichert werden.

Licht- und Kellerschächte: Licht- und Kellerschächte sollten ebenfalls besonders im Sicherheitsfokus stehen. Vor allem Fenster verfügen dort oft nur über Einfachverglasung und keine zusätzlichen Absicherungen. Roste und Abdeckgitter vor den Schächten lassen sich meist leicht anheben und bilden so einen Einstiegsweg.

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