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11:55 11.05.2020
Grafik: Igarts -stock.adobe.com

Vergangenen Donnerstag sitze ich im Homeoffice und mache mir Gedanken über die nächste Supportyourlocal-Seite. Inzwischen hat die Arbeit zu Hause eine gewisse Routine angenommen, auch wenn der Austausch mit den Kollegen fehlt. Immerhin funktionieren die Telefonkonferenzen inzwischen reibungslos.

Doch dann kommen die frischen Nachrichten des Tages rein. Unser Ministerpräsident Daniel Günther hat den Öffnungsplan für Schleswig-Holstein vorgestellt. Ab 18. Mai öffnen in Schleswig-Holstein die Kitas für einen Teil der Kinder und ab 25. Mai drücken Schüler wieder tageweise die Schulbank. Einreiseverbote für touristische Zwecke sind passé, Inseln und Halligen wieder erreichbar, Campingplätze machen die Schranken hoch, Ferienwohnungen und Hotels dürfen wieder Gäste empfangen. Vieles geht wieder in Richtung Normalität, vorausgesetzt, die mit den Lockerungen verbundenen Abstands- und Hygieneauflagen werden erfüllt. Abstand ist eben der neue Anstand.

Aber der größte Schritt zurück in die Zukunft, um einem alten Filmtitel zu zitieren, geschieht in der Gastronomie. Okay, wir müssen auch hier 1,5 Meter Abstand einhalten und um 22 Uhr das Weite suchen. Doch die Lammhaxe und das Feierabendbier beim Griechen ist endlich wieder möglich, und das sogar mit einem zweiten Paar oder einer weiteren Familie. Selbst Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen werden hierzulande wieder möglich sein. Es wird wieder ein wenig so sein, wie es einst mal war.

Auch wenn diese neuerlichen Lockerungen des Lockdown die Internetplattform für viele coronageschädigte Betriebe nicht gänzlich überflüssig macht, so ist zumindest die Sinnhaftigkeit dieser inzwischen liebgewonnenen Supportyourlocal-Seiten fraglich. Folglich ist diese Seite und damit auch diese Glosse vorerst die letzte. Wir kehren auch hier ein Stück weit zur Normalität zurück.

Doch spätestens jetzt kommt auch eine gewisse Wehmut auf, hatte wir uns doch schon fast an den Lockdown und seine Folgen gewöhnt. Und dann ist da ja auch noch der eingebaute Haken. Sollten in einzelnen Kommunen oder Landkreisen wieder Corona-Hotspots entstehen, werden die neuen Regeln wieder einkassiert. Hoffen wir also, dass wir nicht im Sommer oder Herbst bei einem zweiten Lockdown die Zeche zahlen, dass wir nicht vorwärts in die Vergangenheit gehen müssen, und dass wir im Herbst keine Corona-Seiten stricken müssen. Also, bleibt vorsichtig und gesund! tha
    


     

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