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11:28 12.04.2021
Der Begräbniswald Freden op’n Kliff liegt an einem einzigartigen Ort an der Hohwachter Bucht. Foto: hfr

Der Tod eines Menschen stellt Angehörige und Freunde vor viele Fragen. Von großer Bedeutung sind die Bestattungsart und der Bestattungsort. Als Begräbniswald ist Freden op’n Kliff eine Alternative zum klassischen Friedhof.

Dieser Bestattungsort liegt auf der Steilküste der Ostsee in der Gemeinde Wangels am Küstenabschnitt Eitz. Umgeben von schöner Natur, in der Stille des Waldes – zwischen Himmel und Meer – ruht die Asche des Verstorbenen in einer Urne an den Wurzeln eines Baumes.

Sebastian Graf von Platen hatte schon vor Jahren die Idee, diesen Begräbniswald zu schaffen. Im Jahr 2018 konnte dann die Einweihung vorgenommen werden. Der Eitz war schon vor Jahrtausenden ein Ort, den die Menschen für Bestattungen wählten. „So wie die Ostsee und seine Brandung über Jahrtausende ihre Spuren im mächtigen Kliff hinterlassen haben, so sind auch im Begräbniswald die Reste urzeitlicher Kultur weithin sichtbar“, berichtet Sebastian Graf von Platen. „Die Hünengräber aus der Steinzeit belegen, dass schon die frühen Bauern vor 4000 Jahren ihre Toten hier bestatteten.“ Führungen können derzeit unverbindlich und individuell vereinbart werden.

Forstverwaltung Gut Friederikenhof
Sebastian Graf von Platen
23758 Gut Friederikenhof
Tel. 0172 / 957 94 90
www.fredenopnkliff.de


Wenn das Erbe vorher verkauft ist

Wer in einem Testament einen Gegenstand als Vermächtnis zugesprochen bekommt, kann nach dem Tod von den Erben verlangen, dass sie ihm diesen Gegenstand übereignen. Aber wenn der Vermächtnisgegenstand vor dem Erbfall vom Erblasser veräußert worden ist? Dann ist das Vermächtnis gegenstandslos. Der Bedachte hat nicht automatisch Anspruch auf den Verkaufserlös, erläutert das Oberlandesgericht Koblenz (Az.: 12 U 140/20).

Der Fall: Eine Frau verfügt in ihrem Testament, dass ihr Lebensgefährte nach ihrem Tod ihren Pkw erhalten soll. Vier Monate vor ihrem Tod verkauft die Frau das Fahrzeug, weil sie es nicht mehr fahren konnte. Als sie stirbt, ist der Lebensgefährte der Ansicht, dass ihm der Verkaufserlös zusteht.

Das Urteil: Zu Unrecht, entschieden die Richter. Ist der zugewandte Gegenstand nicht mehr Nachlassbestandteil, so hat dies nach dem Gesetz die Unwirksamkeit des Vermächtnisses zur Folge. Die Erben können den Gegenstand dem Vermächtnisnehmer nicht mehr zuwenden, da sie selbst keine Rechte mehr hieran haben. Ein Anspruch auf den Verkaufserlös bestünde nur, wenn sich ein entsprechender Wille aus der testamentarischen Anordnung ersehen ließe. dav


Bibelübersetzungen

Die Bibel ist mittlerweile in 704 Sprachen in ihrer vollen Fassung zu lesen, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft mit. Dazu zählen auch das Neue Testament in der indigenen Sprache Hano des Inselstaates Vanuatu im Südpazifik sowie die erste vollständige Bibel in Dagaare, einer westafrikanischen Sprache, die mehr als eine Million Menschen in Ghana und Burkina Faso sprechen. Laut Bibelgesellschaft gibt es mindestens ein Buch der Bibel in mittlerweile 3435 Sprachen, in 1571 Sprachen liegt das Neue Testament vor. Damit würden knapp 7,5 Milliarden Menschen erreicht. Für 4000 Sprachen gibt es noch keine übersetzte Fassung.
     

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